Datenstand: 19.10.2026, 12:01 Uhr · Quelle: Forschungslog der Literatur-Agenten · Seite erzeugt: 19.10.2026, 12:42 Uhr (Europe/Berlin).
Hypothesen & Quellen
Dokumentierte Funde aus Literatur, klassischen Strategien, Empirie und Signal-Mining. Die Berichte enthalten Quellen, mögliche Verzerrungen und eine Einschätzung der Umsetzbarkeit. Eine Hypothese ist noch kein bestätigtes Ergebnis; die zugehörigen Versuche stehen unter Experimente.
Ältere Berichte im Archiv lesenDie Berichte schreiben Agenten in ihrer Arbeitssprache. Begriffe wie Carrier (Trägerstrategie), Verdict (Urteil) oder E0-Schatten erklärt die Lesehilfe.
Literatur-Research 2026-10-19 (Montag: Breakout-Familien)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die Suchen zu Breakout-Familien lieferten nur bereits geführte Quellen (arXiv 2605.04004, 2605.17724, 2602.10785) sowie Vendor-Indikatorseiten (ausgeschlossen bzw. Tier 3). Die ORB-Familie ist im Digest dicht belegt (62 Trials / 6 Builds plus mehrere Baustein-Tests), so dass ohne neuen Mechanismus-Twist kein Neufund entsteht.
Geprüfte Treffer (alle Dubletten oder nicht baubar)
- Mesfin, "Structural Limits of OHLCV-Based Intraday Momentum Signals in MNQ Futures" (arXiv 2605.04004, Mai 2026, Tier 1): bereits in mehreren Logs geführt (u. a. 2026-08-10, 2026-10-12-classic). Kritisch gelesen: 947 Tage 5m-MNQ, 14 Signalfamilien, Walk-Forward, 2,0-Punkte-Friktion. ORB long: T = 0,88, instabil über die Jahre. Elf Familien scheitern, weil der Brutto-Move (0,07–1,50 Pkt) unter dem Kostenboden liegt. Der Wert liegt als Negativbefund und als Methodik-Vorlage (fünf Kriterien, Positivkontrollen) vor. Der Befund stützt unsere empirische Lage: ORB trägt nur mit Gate/Zeitbestätigung, nicht pur. Kein Neufund, nicht baubar als eigene Strategie.
- Sequential Structure in Intraday Futures Data: LSTM vs Gradient Boosting on MNQ (arXiv 2605.17724): bereits geführt. OOS-Accuracy 50,00 % entspricht dem Münzwurf, also Nullbefund. Kein Neufund.
- arXiv 2602.10785 (Walk-Forward-Fensterlängen, Bitcoin): bereits geführt, Methodik, kein DAX-Bezug.
- Backtests, Not Signals (Substack), ORB auf MNQ: bereits geführt (Tier 2). Nichts Neues zur Mechanik.
- Harju/Hussain (US-Makro-Überraschungen und europäische Intraday-Renditen), Gwilym et al. 1998, Cheung et al. 2002: Bekannte Literatur zur Volatilitätsreaktion um 14:30 MEZ (Tier 1). Sie liefert Volatilität, aber keine Richtungsvorhersage. Ein Event-Zeit-Filter wäre allenfalls ein Regime-Baustein. Ein Richtungs-Edge wird nicht belegt, daher kein Fund.
- DAX-Wochenend-Gap-Studie 2013–2023 (5m, 406 DAX-Gaps, journals.pan.pl): Richtungsmuster nur bei mittleren bis großen Gaps, bei kurzen Distanzen kein robuster Bias. Schwache Evidenz für den DAX, kleines n pro Gap-Klasse, Multiple-Testing-Risiko. Gap-Varianten sind im Log bereits mehrfach behandelt, nur Einzeiler.
- Vendor-Seiten (LuxAlgo, TradingView, cTrader, daytradingtoolkit): Tier 3 bzw. Marketing, ignoriert.
Einordnung gegen das empirische Gedächtnis
- ORB (pur): Ø PF 0,93 über 5 Builds. Nur zeitbestätigte Varianten (dax_acd_timed_breakout 1,30, dax_timely_orb 1,23) tragen.
- Regime-Gates auf ORB: Ø PF 1,88 (dax_orb_vola_state_gate 3,28 mit kleinem n, dax_acd_dow_structure_gate 1,26 verbessert). Der Daily-SMA-Filter plus Ein-Verlust-Sperre (2026-10-13) brachte keinen Mehrwert (PF 1,10 → 0,93). Anker-Placebo und VaR-Sprung-Exit brachten ebenfalls keinen Mehrwert.
- Prognose: Weitere Entry-Varianten der ORB-Familie dürften im DAX-Backtest keinen Mehrwert zeigen, da Mesfin den Brutto-Edge unter dem Kostenboden findet und unsere Digest-Daten dasselbe zeigen. Nur Gates mit begründbarem Volatilitätszustand haben Ansatzpunkte, und diese sind bereits getestet.
Durchsuchte Queries
- "opening range breakout intraday index futures arXiv 2026" (Tagesfokus)
- "intraday range expansion breakout volatility compression index futures paper SSRN 2026" (Tagesfokus, nur Vendor-Treffer)
- "DAX intraday overnight gap opening range predictability study" (frei)
- "arXiv q-fin 2026 intraday stop-loss exit trailing breakout index futures walk-forward out-of-sample" (frei)
- "intraday seasonality European index futures half-hour return predictability US macro announcement 14:30 CET Eurostoxx DAX" (frei-explorativ, gegen die ORB-Erfahrungslage)
Einzeiler-Liste
- Inside-Day/NR-Kompression (Crabel): nur Praktikerartikel (Tier 3), im Digest als dax_orb_nr_contraction_gate PF 0,47 bereits gescheitert.
- Event-Zeit-Volatilitätsfenster 14:30 MEZ (Harju/Hussain): möglicher Regime-Filter, bisher ohne Richtungsbeleg, Idee für spätere Baustein-Suche.
Auffälligkeiten
Keine Instruktionen in Fremdtexten erkannt.
Weiterer Lauf 00:57
Literatur-Research 2026-10-19 (Montag, Fokus: Breakout-Familien)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Der Tagesfokus Breakout lieferte nur eine neue Replikationsstudie (MQL5-Blog, 25.09.2026) zur Zarattini/Aziz-ORB, die auf Daten von 2015 bis 2026 inklusive DAX-CFD zeigt: brutto +0,12 R, netto −0,04 R. Das ist keine neue Strategie, aber eine nützliche Gegenprobe für die Backtest-Prognose der vielen ORB-Varianten im Digest. Alle anderen Treffer waren bereits geloggt oder nicht auf eine einzelne DAX-Zeitreihe im Fenster 09:00–20:00 übertragbar.
Geprüfte Treffer (kein Neufund)
1. ORB-Replikation auf fünf Indizes inkl. DAX (Krueger, MQL5-Statistics-Blog, 25.09.2026)
- Quelle: https://www.mql5.com/en/blogs/post/776235 — Tier 2 (Blog mit offengelegter Methodik, nicht peer-reviewed; Replikation von Zarattini/Aziz, SSRN 4416622, in unseren Logs bereits vielfach geführt).
- Inhalt: Unveränderte Regel (Richtung der ersten 5-Min-Kerze, Stop an der Gegenseite, Ziel 10R oder Sessionende) auf Cash-CFDs für NQ, SPX, Dow, DAX und FTSE, 01/2015–06/2026, ca. 2.900 Sessions je Markt, keine Parametersuche. Spread und Slippage wurden pro Trade modelliert (DAX 2,5 Pkt).
- DAX-Zahlen laut Quelle: brutto +0,116 R (t = 2,4), netto −0,038 R (t = −0,8). Gegen eine Zufallsrichtung mit gleichem Stop: +0,128 R (t = 2,5), der größte Abstand der fünf Märkte. Hitrate rund 21 %, 10R-Ziel nur in 3,7 % der Fälle erreicht. Kein Markt ist netto signifikant von null verschieden, vier von fünf sind netto negativ.
- Kritische Würdigung:
- Glaubwürdigkeit: Die Stichprobe ist groß, die Methodik transparent, und die Replikation reproduziert die NQ-Zahl des Originals. Das stärkt die Aussage, dass das Original ohne Spread/Slippage und ohne Out-of-Sample gerechnet war. Schwächen: Einzelautor, CFD-Kosten als Pauschale, die Mindestrisiko-Regel (Risiko ≥ 2× Roundtrip-Kosten) filtert Trades und verändert das Sample. Zudem fehlt jede Tageszeit- oder Regimeanalyse, nur der Befund „2015–2017 negativ in allen Märkten“ liegt vor.
- Mechanismus: Die erste Kerze trägt etwas Richtungsinformation (Order-Flow-Ungleichgewicht beim Open, Informationsverarbeitung). Das ist plausibel, aber klein: etwa 0,1 R, ungefähr die Kosten eines 2,5-Punkte-Roundtrips bei 25 Punkten Stop.
- Übertragbarkeit: Die Replikation läuft direkt auf DAX-CFD-Daten und ist damit die übertragbarste Evidenz im ganzen Lauf.
- Bias: Multiple Testing entfällt (keine Optimierung). Das Hauptrisiko ist die Kostenannahme: Läge der reale Spread-Mittelwert unter 2,5 Pkt, wäre das Ergebnis weniger negativ. Bei max. 3,5 Pkt Spread liegen wir eher darüber.
- Prognose für den DAX-Backtest: Jede ORB-Variante ohne neuen Selektionsmechanismus (Filter, Tageszeit, Vola-Zustand) landet netto bei null oder leicht negativ. Der Brutto-Edge von etwa 0,1 R gegen Zufall ist real, wird aber von den Kosten aufgezehrt. Baustein-Funde, die Trades auswählen (nicht nur Stops umbauen), haben eher Aussicht als neue ORB-Rezepte.
- Urteil: Nützliche Kalibrierung, aber kein Neufund (Dublette der ORB-Familie).
- baubar: nein (als eigene Strategie). Verwertbar nur als Referenzwert für die Prognosen und als Zufallsrichtungs-Placebo-Idee (Regel minus Zufallsrichtung mit identischem Stop), die der Auto-Build bei ORB-Kandidaten als Kontrolle mitrechnen könnte.
2. Overnight-Drift verschwindet (Boyarchenko/Larsen/Whelan, NY Fed Liberty Street Economics, 01.07.2026)
- Quelle: https://libertystreeteconomics.newyorkfed.org/2026/07/the-disappearing-overnight-drift/ — Tier 1/2 (Notenbank-Blog zu einem RFS-Paper von 2023).
- Inhalt: Das Fenster 02:00–03:00 ET in S&P-E-mini-Futures (ca. 3,7 % p. a. bis 2020) ist seit 2021 flach. Als Haupttreiber nennen die Autoren die gesunkene Streuung der Closing-Order-Imbalances (Std. des relativen signierten Volumens von 6,5 % auf 2,9 %).
- Einordnung: Der Effekt liegt außerhalb der DAX-Session und braucht Imbalance-Daten, die wir nicht haben. Er ist als Decay-Beleg interessant (Mechanismus verschwindet, wenn Liquiditätsanbieter algorithmisch werden), nicht als Bauvorlage. Nicht als Fund geführt.
- baubar: nein (Overnight-Fenster, keine Imbalance-Daten).
Einordnung gegen das empirische Gedächtnis
Der Digest enthält bereits eine lange Reihe ORB-/Breakout-Varianten (ACD Time-Confirmed, Timely ORB, Sigma-Adaptive, Open-Channel, PDH/PDL, Day-Range-Position, Stretch-Breakout) und mehrere Filter-Bausteine darauf (Vola-Zustand, Activity-Gate, NR-Kontraktion, Anker-Verschiebung). Die Replikation passt zum dort sichtbaren Muster: Roh-Breakouts tragen brutto kaum, Selektion ist der einzige Hebel.
Durchsuchte Queries
- „opening range breakout intraday index futures arXiv 2026 volatility-scaled range expansion“ (Fokus Breakout) → arXiv 2605.04004 (Mesfin, MNQ-Falsifikationsstudie, schon in vielen Logs), Retail-Indikatorseiten (ignoriert).
- „range expansion breakout stop-run intraday equity index new paper 2026 … DAX OR Euro Stoxx“ (Fokus Breakout) → MQL5-Replikation (siehe oben), Benzinga-DAX-ORB-Artikel (2025, ohne OOS, Tier 3), QuantConnect „ORB for Stocks in Play“ (bereits geloggt).
- „intraday index overnight gap fill auction closing order imbalance predictability 2026 SSRN“ (frei) → NY-Fed-Post (siehe oben), Fetzer „The Overnight Drift“ (Dublette), KAIST-Optionsflow-Studie (Tier 3/unklar, Optionsdaten nötig).
- „arXiv 2026 intraday seasonality European equity index futures half-hour return predictability …“ (frei, bewusst abseits des Fokus) → Gao/Han/Li/Zhou (First-/Last-Half-Hour-Momentum) und Heston/Korajczyk/Sadka (arXiv 1005.3535), beide Dubletten.
Einzeiler (kein Fund)
- arXiv 2605.04004 (Mesfin): 14 OHLCV-Signalfamilien auf MNQ, keine besteht Walk-Forward nach Kosten; ORB-Long T = 0,88. Bereits mehrfach geloggt, deckt sich mit Punkt 1.
- Gao/Han/Li/Zhou, First-Half-Hour → Last-Half-Hour: Dublette der Intraday-Momentum-Familie.
- Heston/Korajczyk/Sadka (arXiv 1005.3535): Tageszeit-Kontinuation ist Querschnittseffekt auf Einzelaktien, nicht auf eine Indexzeitreihe übertragbar.
- Backtestsnotsignals-Substack (März 2026, ORB auf MNQ mit IS/OOS): Tier 2 möglich, aber US-Futures und ORB-Variante; nicht vertieft.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Fremdtexten gefunden. Der Blog-Zugriff auf die MQL5-Seite lieferte nur Daten; die tabellarischen Zahlen oben stammen aus einer zusammenfassenden Abfrage des Seitentexts und sind nicht gegen das Original geprüft.
Weiterer Lauf 06:57
Research-Log 2026-10-19 (Montag, Literatur-Track, Fokus Breakout-Familien)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die vier Suchen (ORB/arXiv, Range-Kompression/SSRN, Exit-Regeln Intraday-Futures, DAX-Intraday-Momentum) lieferten nur Indikator- und Marketingseiten (Tier 3 bzw. ausgeschlossen) oder Quellen, die schon im Log stehen. Der Digest zeigt für Breakouts keinen Spielraum für eine weitere Entry-Variante: ORB Ø PF 0,93 über 5 Builds, Volatility Breakout Ø PF 0,98 über 16 Builds. Nennenswert sind dort nur Regime-Gates und Exit-Bausteine, und für diese gab es heute keine Quelle mit offengelegter Methodik.
Durchsuchte Quellen / Queries
- „opening range breakout index futures intraday arXiv 2026": nur LuxAlgo- und cTrader-Indikatorseiten (Tier 3, ausgeschlossen). Kein arXiv-Treffer.
- „intraday range expansion breakout volatility compression … SSRN 2026 out-of-sample": TradingView-Skripte, LuxAlgo, Bookmap-Blog (März 2026) ohne Backtest-Zahlen. Tier 3, ignoriert.
- „arxiv q-fin.TR intraday index futures stop-loss exit rule …" (frei-explorativ, Exit-Fokus):
- Howard, SSRN 6350238 (Tier 1, März 2026): Stop-Distanz und Exit-Methodik bei Value-Area-Breakouts auf E-mini S&P 500, 6.284 Events, 13 Monate Sekundendaten. Schon am 2026-09-18 geführt. Der SSRN-Abruf liefert 403, daher keine neue Prüfung. Kein Neufund.
- arXiv 1411.5062 (2014, theoretisch): zu alt, kein Intraday-Bezug.
- „DAX intraday 15-minute return predictability first half-hour last half-hour …": nur Gao/Han/Li/Zhou (2018) und Folgearbeiten (Heston et al., Bouri et al.). Bekannt, Digest führt die Momentum-/Time-of-Day-Familie mit 8 Builds. Kein DAX-spezifisches Paper aus 2026.
Kritische Einordnung
- Das Bouri-Ergebnis (Verschwinden der Vorhersagekraft der ersten Halbstunde nach Einführung von Nachthandel) ist ein Hinweis, dass der Effekt von der Marktstruktur abhängt. Der DAX-CFD hat Vor- und Nachbörse, deshalb ist die Übertragbarkeit offen. Es ist kein neuer baubarer Fund, die Digest-Ergebnisse (dax_settlement_momentum 0,46, dax_continuous_momentum 0,73) deuten schon auf eine schwache Übertragung hin.
- Hypothese für den Auto-Build: Neue ORB-Entry-Varianten ohne Zustandsfilter bleiben bei PF ≲ 1,0, weil der Brutto-Edge kleiner ist als die Kosten (Mesfin: 0,07–1,50 Punkte Brutto gegen 2 Punkte Friktion). Positive Ausreißer im Digest (dax_orb_vola_state_gate 3,28) stammen von Gates mit kleiner Trade-Zahl. Sie sind deshalb eher Multiple-Testing-verdächtig als belegt.
Einzeiler
- Howard SSRN 6350238: schon geführt (2026-09-18), nicht erneut bewertet.
- LuxAlgo, cTrader, TradingView, Bookmap: Tier 3 bzw. Marketing, ignoriert.
- Auffälligkeiten (Prompt-Injection in Quellen): keine.
Empirie-Research-Log 2026-10-19 — Keine qualifizierten Muster
Kurzfazit. Snapshot 2026-10-19 (Discovery 2026-03-17 bis 2026-08-31, 115 Tage, 43 Buckets, Bonferroni-Schwelle |t| ≈ 4,1; Holdout ab 2026-09-01 gesperrt): Kein direktionaler Bucket erreicht die Schwelle. Am stärksten ist F2-Montag (n=23, +29,1 Pkt, Median +15,5, t=2,10, WR 56,5 %), gefolgt von F2-Mittwoch (t −2,11), F6 first30_down (t −2,09) und F4 Q3-Drift (t −2,05). Bei 43 Tests sind ~2 Zufalls-Signifikanzen mit |t| > 2 zu erwarten, hier sind es vier. Ergebnis: 0 Funde.
Alle Familien wurden aus den heutigen Zahlen neu bewertet. Gegenüber dem Vortag kam ein Discovery-Tag hinzu. Die Kennzahlen haben sich leicht verschoben (F2-Mo t 2,55 → 2,10), das spricht eher für Rauschen als für Stabilität. Neue Evidenz entsteht nicht.
Warum heute nichts qualifiziert
- Signifikanz. Max. direktionales |t| = 2,11, weit unter 4,1 und mit dem Zufallsbild bei 43 Tests vereinbar.
- Dedupe. Die Kandidaten mit Mechanismus (Mo/Di-Eröffnungsstunde, first30_down → Spät-Short, Hochvola-First30-Momentum, Gap-Familie) sind laut Vortags-Logs bereits gebaut. Eine substanziell andere Challenger-Regel lässt sich aus den Zahlen nicht ableiten.
- Kein Situationstreiber. F8 (Vortags-Vola) zeigt |t| ≤ 1,43. Der Unterschied beim First30-Momentum (hochvol +17,8 Pkt, WR 62,5 % vs. niedrigvol +1,4 Pkt) ist statistisch nicht trennbar.
- Digest-Abgleich. Der Digest enthält Wochentags-/Gap-Gate-Bausteine (z. B.
dax_gap_fade_regime_gate,dax_squeeze_dow_vola_gate), aber keinen Regime-Split, der ein heutiges Muster unabhängig stützt oder widerlegt.
Nicht qualifizierte Muster (je ein Verwerfungsgrund)
- F1_tageszeit_drift_30min: max |t| 1,66 (11:00, Median +7,0, WR 59,1 %), weit unter der Schwelle; 12:00 hat Std 103, ausreißeranfällig; übrige |t| < 1,1.
- F2 Mo/Di (t 2,10/1,41, konsistent): Dubletten der Eröffnungsstunden-Strategien, unter Bonferroni.
- F2 Mi (−35,0, Median −26,1, t −2,11, WR 25 %): mechanismus-frei, nur beobachtet, nicht baubar.
- F2 Do/Fr: |t| < 0,8, Rauschen.
- F3_overnight_gap_quintile: max |t| 1,33, nicht monoton, Mean/Median-Konflikt bei Q2; Gap-Familie mehrfach gebaut.
- F4 heutige_range: t 8–13 sind trivial (positive Größe gegen 0 getestet), kein Handelssignal.
- F4 heutiger_drift: Q3 (−78,7, t −2,05) ist nicht monoton gegenüber Q1/Q2/Q4 und ohne Mechanismus; übrige |t| ≤ 1,66.
- F5_first_hour_breakout_persistenz: |t| ≤ 0,41, Mean/Median-Konflikt; kein_breakout thin (n=8).
- F6 first30_down (−18,8, t −2,09, WR 35,1 %): konsistent, aber bereits gebaut, unter Bonferroni.
- F6 first30_up: t 0,02, kein Signal.
- F7_vormittag_nachmittag_persistenz: |t| ≤ 0,5, weder Persistenz noch Reversal.
- F8_situations_splits_vola_regime: alle |t| ≤ 1,43, Dubletten bestehender Gates.
Memory-Hygiene
Der Digest-Abgleich lieferte keinen Treffer, der einen Index-Eintrag widerlegt oder präzisiert. Es gibt keine „nie bauen"-Formulierungen und keine echten Duplikate. 0 Änderungen.
Klassik-Research 2026-10-19 (Montag: Breakout-/Range-/Eröffnungs-Effekte)
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Der Montags-Fokus (Breakout/Range/Eröffnung) ist im Research-Log und im Empirie-Digest bereits dicht abgedeckt: ORB, Crabel NR4/NR7/Stretch, Squeeze-Familie (dutzende Digest-Trials), Gap Fade/Follow, ORB-Retest, Flaggen, P&F-Triple-Top, Rundnummern, Turtle Soup, Donchian. Die vier Suchen, darunter eine bewusst freie, lieferten keine neue Tier-1/2-Quelle mit einem baubaren, nicht-dublettenhaften Mechanismus.
Durchsuchte Queries und Ergebnis
- Crabel ORB / NR7 akademisch auf Index-Futures: Es gibt keinen peer-reviewten Test. Nur Crabel 1990 (Buch) und Praktiker-/Vendor-Material (Tier 3). Dedupe: 2026-06-29, 2026-07-04, 2026-07-12, 2026-07-20, 2026-07-27, 2026-08-17 (Marshall/Cahan/Cahan 2008 als Falsifikations-Anker). Keine Neuigkeit.
- Gao/Han/Li/Zhou 2018 (Intraday Momentum, JFE): Dedupe-Treffer. 2026-10-07 Fund 8 und 2026-10-09 Fund 1 decken das ab. Der Effekt gilt für Erste-Halbstunde → Letzte-Halbstunde auf dem S&P 500 ETF (1993–2013), also eine Mehrfenster-Signalvariante, die bereits geführt wird.
- Bollinger-Squeeze (Fang/Jacobsen/Qin „Popularity versus Profitability", 14 Indizes, 1885–2014): Laut Sekundärzusammenfassung (CXO Advisory) fiel der Brutto-Tagesvorteil von 0,45 % vor 1983 auf 0,00 % nach 2001. Das ist ein Decay-Beleg und eine Hypothese für den Backtest, kein neuer Fund. Die Squeeze-Familie ist im Digest vielfach getestet (
dax_squeeze_*), und Bollinger ist in mehreren Logs (2026-10-11, 2026-10-14, 2026-10-17) verarbeitet. Das Original-Paper konnte ich nicht selbst prüfen, die Zahlen stammen aus der Sekundärquelle. - Freie Suche gegen die Erfahrungslage: Vorwochen-/Montags-Range als Barriere (Weekly Opening Range, Monday-Range-Breakout): Es gibt keine akademische Quelle, nur TradingView-/LuxAlgo-Beschreibungen (Tier 3, ohne Testergebnisse). Nicht baubar als Fund, weil Tier 3. Eine Zweitverwertung über Brock/Lakonishok/LeBaron 1992 (Trading-Range-Break) ist durch die Donchian-/Range-Funde bereits abgedeckt.
- Gap-Fill-Statistik (Index-Futures): Gefunden wurden nur Trader-Blogs (ES 2009, SPY-Statistik-Tool) und ein Taiwan-Einzelaktien-Paper (NYCU, 2009–2013) zur Fill-Wahrscheinlichkeit. Der Digest hat 7+ Gap-Builds und mehrere Gap-Regime-Gates (
dax_gap_fade_regime_gatePF 4.42,dax_news_residual_gap_gatePF 4.27,dax_weekend_gap_continuationPF 0.16). Das Feld ist gesättigt, kein Neufund. - Breakout-Retest/Throwback (Bulkowski-Zahlen, ~50–60 % Retest-Rate): Tier 3 und nur aus zweiter Hand.
dax_orb_retestist gebaut, ein Baustein-Test (NR-Gate) lieferte „baustein_ohne_mehrwert" (PF 0.467 → 0.278). Kein Neufund.
Tier-3-Einzeiler (nicht baubar, nur Kontext)
- Monday-Range/Weekly-Opening-Range-Breakout (TradingView, LuxAlgo): Behauptungen wie „enge Montags-Range → stärkerer Trend später in der Woche" ohne Testdaten.
- NR7-ORB-EA (mql5-Blog) und Ungerer-Nasdaq-Video: informelle Tests, vom Autor selbst als nicht live-reif bezeichnet.
Hinweis für Folgeläufe
Wirklich offen wären nur Mechanismen, die in der Breakout-Familie noch fehlen und eine Tier-1/2-Quelle haben. Eine leere Suche ist hier ein Datum, kein Verbot. Der Test „Vorwochen-Hoch/Tief als Tages-Barriere im DAX" bräuchte eine akademische Quelle, die ich heute nicht gefunden habe.
Auffälligkeiten: keine Prompt-Injection-Versuche in den Suchergebnissen bemerkt.
Weiterer Lauf 12:01
Klassik-Research 2026-10-19 (Montag: Breakout-/Range-/Eröffnungs-Effekte)
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Das Montags-Thema (klassische Breakout-/Range-/Eröffnungs-Effekte) ist in den bisherigen Klassik-Logs praktisch vollständig abgedeckt. Die Dedupe-Greps und drei gezielte Suchen lieferten nur bereits geführte Anker oder Tier-3-Material, das nicht als Fund zählt. Es wird bewusst nichts erfunden oder umbenannt, nur um einen Fund zu haben.
Dedupe-Befund (bereits geführt, keine Neufunde)
- Opening-Range-Familie: ORB (2026-06-29, 07-13), ACD/Fisher (08-03), Timely ORB (08-24), Opening-Range-Width-Gate (07-20), Crabel-Stretch (07-27), Failed-Breakout-Fade (07-06), Retest-Dynamik (06-14).
- Kompression und Range: Crabel NR7 (07-12), Inside-Day (08-17), TTM-Squeeze/V-EXPLODE (06-22), Steidlmayer Initial Balance (08-10), Williams Volatility Channel (07-20), Channel/Donchian (06-29).
- Level-Breakouts: Rundnummern (07-06), Donaldson/Kim (08-15), Point-&-Figure-Triple-Top (09-28), Flaggen (09-28), Dow-Theorie (10-02).
- Fehlausbruch, Gap und Zeitpunkt der Extrema: Turtle Soup (08-10), Gap-Familie (07-14, 08-20, 09-28), Mok/Lam/Li 2000 mit Hoch/Tief-Zeitpunkt (bereits in mehreren Logs, u. a. 07-07).
- Falsifikations-Anker: Marshall/Cahan/Cahan 2008 (08-17), Sullivan/Timmermann/White 1999 (08-15).
Durchsuchte Quellen und Queries
- Bollinger-Band-Breakout, akademischer Out-of-Sample-Test: Es gibt keine peer-reviewed Index-Studie, die der Auto-Build umsetzen könnte.
- Butler et al. 2012 (PSO-Parameteroptimierung) ist ein Fitting-Paper ohne eigenen Mechanismus (Tier 2 bestenfalls, nur als Warnung vor Overfitting).
- Der CXO-Advisory-Test des Bollinger-in-Keltner-Squeeze auf SPY 1993–2010 ist ein Blog (Tier 3). Seine Aussage ist negativ: Die Breakout-Richtung erklärt nur etwa 1 % der Folgebewegung (R² 0,01, 86 Ausbrüche). Das passt zur Squeeze-Familie, die schon als V-EXPLODE geführt wird. Kein Fund.
- Overnight-/Vortages-High-Low-Breakout auf Index-Futures: Gefunden wurden nur Mok/Lam/Li 2000 (Review of Quantitative Finance and Accounting 14(4), 381–397; im S&P-500-Future ist der Random Walk nicht verworfen, im Hang-Seng-Future häufen sich Extrema in den ersten 15 Minuten, bereits dedupliziert), das Timely-ORB-Paper (bereits 08-24) und TradingView-Skripte (Tier 3, ignoriert).
- Freie Gegen-den-Strich-Suche (Chartismus/Intraday-TA, Taylor/Allen 1992, Lui/Mole 1998, Curcio et al. 1997): Das sind Survey- und FX-Studien (Devisenmarkt, kein Aktienindex). Curcio et al. ist bereits im Log vom 2026-09-27 geführt. Taylor/Allen 1992 und Lui/Mole 1998 sind reine Nutzungsumfragen ohne testbare Regel. Der Verbreitungsgrad von TA rechtfertigt keinen Entry-Edge. Kein Fund.
Einzeiler (Varianten und Anker, nicht baubar als Neufund)
- Bollinger-Keltner-Squeeze: Tier-3-Evidenz, Dublette von V-EXPLODE (2026-06-22), nicht baubar als Neufund.
- Taylor/Allen 1992 (JIMF 11(3), 304–314): Umfrage zur TA-Nutzung im FX-Handel. Das ist kontextuelle Evidenz für Feedback-Trader-Mechanismen, aber keine handelbare Regel.
Auffälligkeiten
- Keine Fremdtext-Anweisungen in den gelesenen Quellen entdeckt.
- Volltexte wurden nicht abgerufen. Alles stammt aus Abstracts und Suchsnippets und ist entsprechend vermerkt.
Forschungsmethodik 2026-10-18
Lauf im Modus „Methodik“ (LK-4.4). Die Verfahrensliste der sechs früheren Läufe (2026-09-27 bis 2026-10-14) ist weitgehend erschöpft; hier nur Neues. Alle Quellen wurden über WebSearch-Zusammenfassungen und Abstracts eingesehen, kein Volltext. Das ist jeweils vermerkt. Maschinenlesbar: research_agent/status/methodik/2026-10-18.json.
Kurzfazit: Drei kleine Diagnose-Zusätze (HL-Schätzer, Giacomini-White, Tail-Index) und ein verworfenes Verfahren (CPCV). Keines löst das Kernproblem (zu wenig Signal je Trade). Sie machen nur ehrlicher sichtbar, wo die vorhandenen Tests tragen.
Verfahren 1 — Hodges-Lehmann-Schätzer mit Vorzeichenrang-Intervall
Problem: 1 (schwere Ränder, wenig Signal).
Verfahren: Der Schätzer ist der Median aller Walsh-Mittel (d_i+d_j)/2 der gepaarten Tagesdifferenzen. Das Intervall entsteht durch Inversion des Wilcoxon-Vorzeichenrangtests. Bei Normalverteilung etwa 95 % Effizienz gegenüber dem Mittelwert, bei schweren Rändern oder Ausreißern oft besser.
Voraussetzungen: Symmetrie der Differenzen, Unabhängigkeit der Tage. Bei uns teilweise erfüllt: Tagesdifferenzen sind symmetrischer als Einzeltrades, aber die PnL ist rechtsschief, und der Pseudomedian ist nicht der bezahlte Erwartungswert. Autokorrelation verletzt die Exaktheit.
Umsetzung: In run_forward_validation.py als Zusatzspalte hl_est, hl_ci, hl_vs_mean_gap plus Warnflag „ausreißergetrieben“. Keine neue Entscheidungsschwelle. numpy genügt, Aufwand klein.
Grenzen: Kein Ersatz für das Mittelwert-Kriterium. Der Power-Gewinn ist nur so groß wie der echte Kurtosis-Effekt. Ein R-devel-Beitrag weist darauf hin, dass wilcox.test den Median bei ungerader Anzahl anders definiert; die Konvention ist festzuschreiben.
Prüfung: Nullkontrolle mit Vorzeichen-Permutation (Abdeckung ca. 95 %). Positivkontrolle mit t(3)-Daten und Shift: Power des HL-Tests größer als die des t-Tests.
Quellen: https://metricgate.com/docs/hodges-lehmann-confidence-interval/ , https://ideas.repec.org/c/boc/bocode/s457916.html (Sekundärquellen; Originalarbeit Hodges/Lehmann 1963 nicht eingesehen, Effizienzzahlen 95/96 % und Zusammenbruchspunkt ~29 % nicht unabhängig geprüft).
Verfahren 2 — Giacomini-White-Test auf bedingte Vorhersagefähigkeit
Problem: 5 (zwei Methodikfassungen).
Verfahren: Getestet wird E[ΔL | h_t] = 0 statt E[ΔL] = 0, mit Instrumenten h_t (Konstante, Regime-Dummy). Wald-Statistik mit HAC-Varianz. Die Zwei-Schritt-Regel wählt je Regime die bessere Fassung.
Voraussetzungen: Mischende ΔL-Folge, vorab fixierte Instrumente, rollierende Schätzung. Bei uns nur teilweise: Mit 21 Tagen je Monat und rund 140 Tagen gesamt trägt höchstens ein Instrument. Eine Studie der St. Louis Fed (2020) findet korrekte Größe, aber typischerweise niedrige Power.
Umsetzung: Optional gw_conditional(delta_daily, instruments, hac_lag=2) im Methodik-Vergleich von run_forward_validation.py, mit genau einem eingefrorenen Instrument (Vortags-Volatilitäts-Tercil). Ausgabe „explorativ“.
Grenzen: Jede Regime-Aufteilung schafft ein neues Mehrfachtest-Problem. Nicht als Entscheidungsregel.
Prüfung: Null: iid-Rauschen, Ablehnrate in [0,03; 0,07] bei n = 21, 60, 140. Positiv: +c im Hochvola-, −c im Niedrigvola-Regime (unbedingt 0): GW lehnt ab, DM/HLN nicht. Power-Kurve dokumentieren; unter 30 % Power als reines Diagnoseinstrument führen.
Quellen: https://econometricsociety.org/publications/econometrica/2006/11/01/tests-conditional-predictive-ability , https://econpapers.repec.org/RePEc:boc:bocoec:572 (Volltext nicht abgerufen, Abstract und Zusammenfassungen).
Verfahren 3 — Tail-Index-Diagnose (gemittelter Hill-Schätzer)
Problem: 1 (Teststatistiken für schwere Ränder).
Verfahren: Der Hill-Schätzer des Tail-Index α überschätzt α in kleinen Stichproben, schätzt die Ränder also zu leicht. Huisman et al. (2001) mitteln Hill-Schätzungen über mehrere Schwellen und korrigieren so den Kleinstichprobenfehler. Ist α < 2 plausibel, tragen varianzbasierte Intervalle und die σ = 100-Rechnung des Power-Plans nicht.
Voraussetzungen: Pareto-artige Ränder, mehrere hundert Beobachtungen im Rand, schwache Abhängigkeit. Bei uns teilweise: Einzeltrades (über 1000 je Kandidat) reichen, Tagesdifferenzen (n ≈ 140) nicht. Volatilitätsclustering erhöht laut Literatur den Schätzfehler.
Umsetzung: power_plan.py: tail_index_hill_avg(x, k_grid) für Verlust- und Gewinnrand getrennt, Blockbootstrap-Unsicherheitsband, Vermerk „α < 2,5 plausibel → robuste Intervalle bevorzugen“.
Grenzen: Diagnose mit breitem Band, kein Test. Ich habe die Frage, ob und wann t-Tests bei unendlicher Varianz versagen, in dieser Suche nicht über eine Quelle belegen können; sie bleibt offen und ist hier Annahme.
Prüfung: Null: Normal und t(10) → kein „schwer“-Flag. Positiv: Pareto(1,5) und t(3) → α innerhalb ±0,5 in über 80 % der Läufe, Flag an. Danach auf reale Trade-PnL anwenden.
Quellen: https://research.vu.nl/en/publications/tail-index-estimates-in-small-samples/ , https://ideas.repec.org/a/bes/jnlbes/v19y2001i2p208-16.html , https://arxiv.org/pdf/1201.4781 (Barunik/Vacha: Hill überschätzt α in kurzen Stichproben).
Verfahren 4 — Combinatorial Purged Cross-Validation mit Embargo (geprüft, nicht als Fehlerkontrolle bauen)
Problem: 2 (Datensparsamkeit, viele Versuche).
Verfahren: Tage in N Gruppen, alle C(N,k)-Kombinationen als Test, Purging überlappender Labels, Embargo nach dem Testblock. Ergebnis: Verteilung der OOS-Leistung statt eines Walk-Forward-Pfads.
Voraussetzungen und Geltung: Es muss etwas „trainiert“ werden. Bei Intraday-Trades mit Hard-Cut 20:00 ist die Label-Überlappung über Tage praktisch null, Purging bedeutungslos. Bei rund 140 Tagen und N = 6 sind das etwa 23 Tage je Gruppe, und alle Pfade nutzen dieselben Tage; sie zählen nicht als neue Evidenz. Die PBO/CSCV-Auswertung (Lauf 2026-10-07) deckt den nutzbaren Teil bereits ab.
Umsetzung: Nicht bauen. Höchstens cpcv_splits(dates, 6, 2, embargo_days=1) als alternativer Splitter für die bestehende PBO-Rechnung, Ausgabe pbo_embargo_delta. Unter 0,05 → verwerfen.
Grenzen: Primärquelle (López de Prado, Advances in Financial Machine Learning, Kap. 7) nicht eingesehen. Die gefundenen Embargo-Faustregeln (1 % der Balken, 2–5 Tage) stammen von Blogs, nicht aus dem Buch. Ein empirischer Vergleich mit Walk-Forward wurde nicht gefunden.
Prüfung: Null: Zufallsstrategien → PBO ≈ 0,5 mit und ohne Embargo. Positiv: echter Effekt in allen Gruppen → PBO deutlich unter 0,5.
Quellen: https://en.wikipedia.org/wiki/Purged_cross-validation , https://temporalcv.readthedocs.io/en/latest/api/cv_financial.html (nur Sekundärquellen).
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen an eine KI in den eingesehenen Quellen gefunden. Es wurden nur zwei Dateien geschrieben: dieser Bericht und die JSON-Fundliste.
Weiterer Lauf 02:38
Forschungsmethodik 2026-10-18
Lernkreis LK-4.4. Vorab geprüft: alle sechs früheren Methodik-Dateien (2026-09-27 bis 2026-10-14). Die Landschaft ist weitgehend gesättigt (Konfidenzsequenzen, e-Werte, e-BH/e-LOND, SPA/Romano-Wolf, CUPED/Lin, Fay-Herriot, Kendall-Bayes, DSR/PBO, MCS, Thresholdout/Ladder u. a. sind bereits belegt). Deshalb heute nur drei neue Verfahren, davon zwei mit ausdrücklich eingeschränktem Nutzen. Verworfen vor dem Schreiben, weil schon abgedeckt: sequenzieller Vorzeichentest (= McNemar-Wettprozess vom 10-07), Gelman/Hill/Yajima-Multilevel (≈ Fay-Herriot 10-04 und Spike-and-Slab 10-07), Purged-/Embargo-CV (Handel endet täglich 20:00, keine Überlappung über Tage).
Hinweis zur Quellenlage: Volltexte waren nicht lesbar (arXiv-Seite lieferte nur Abstract, Übersichts-PDF war komprimiert). Aussagen sind aus Abstracts, Suchtreffern und Zitaten rekonstruiert; Originalliteratur (Jennison/Turnbull 2000, Hodges/Lehmann 1956) nicht selbst geprüft. In den gelesenen Quellen standen keine Anweisungen an eine KI.
Verfahren 1 — Medianunverzerrte Schätzung nach vorzeitigem Stopp (MUE, Monte-Carlo-Variante)
Problem: 3 (monatliche Vorwärtsentscheidung mit frühem Abbruch), mittelbar 1.
Verfahren: Wer stoppt, sobald eine Schranke überschritten ist, überschätzt den Effekt systematisch: gestoppt wird fast nur bei zufällig hohen Schätzern. Die Konfidenzsequenz bleibt gültig, die Punktschätzung nicht. Die MUE ist der Effektwert θ, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines mindestens so extremen Ausgangs unter der festen Stopp-Regel genau 0,5 ist („extremer“ nach Stage-wise-Ordnung: früher gestoppt = extremer, bei gleichem Zeitpunkt größeres Mittel). Weil unsere Regeln beliebig sind, wird diese Verteilung per Block-Bootstrap-Simulation unter exakt der echten Stopp-Regel erzeugt.
Voraussetzungen / gelten sie? Stopp-Regel vorab fest und simulierbar: ja. Tage ungefähr unabhängig: nur mit Block-Bootstrap (Politis-White-Blocklänge liegt schon vor). Normalverteilung: nein, daher Bootstrap statt analytisch. Bei +5…+10 Pkt Erwartungswert und 100 Pkt Streuung ist der Effekt real groß: ein gestoppter Kandidat zeigt fast zwangsläufig ein überhöhtes Mittel.
Umsetzung: mue_after_stop(diffs, stop_rule, n_stop, B) in research_agent/power_plan.py oder neues stop_bias.py; Gitter θ ∈ [−30,+30] Pkt, zentrierte Differenzen verschieben, Stopp-Regel aus run_forward_validation.py anwenden, p(θ) bestimmen, θ mit p = 0,5 als effekt_mue, p = 0,025/0,975 als Intervall. Power-Plan/Type-M nutzen effekt_mue statt Roh-Mittel.
Grenzen: Ändert keine Testentscheidung, nur die gemeldete Größe. Rechenaufwand moderat (Gitter × B). Ergebnis hängt an der Gültigkeit des Bootstrap bei nur ~140 Tagen. Nicht anwendbar, wenn die Stopp-Regel nachträglich verändert wurde.
Prüfung: Positivkontrolle θ = +8, t(3)-Differenzen, 2000 Läufe: Roh-Mittel bei Stopp klar > 8, MUE in 45–55 % der Läufe unter 8. Nullkontrolle θ = 0: Ausschlussrate 0 im MUE-Intervall ≤ nominal. Ohne Stopp ist MUE = Roh-Mittel.
Quellen: Übersicht Punktschätzung nach adaptiven Designs https://arxiv.org/pdf/2105.08836 (nur Metadaten lesbar); Stage-wise-Ordnung und MUE-Konstruktion aus den Suchtreffern https://arxiv.org/pdf/1803.09691 und https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9896306 ; Whitehead 1986 / Jennison-Turnbull 2000 nur zitiert, nicht geprüft.
Verfahren 2 — ADDIS / SAFFRON (p-Wert-Online-FDR) — geprüft, nur Planungssimulation
Problem: 2 (Strom von Hypothesen).
Verfahren: ADDIS verwirft Hypothesen mit sehr großem p (> τ) und zählt nur Kandidaten mit p ≤ λ in den Alpha-Reichtum ein. Bei konservativen Nullen (p stochastisch größer als uniform) gewinnt es Power gegenüber LOND/SAFFRON. Das gilt für Randomisierungstests mit diskreten p-Werten durchaus.
Voraussetzungen / gelten sie? Unabhängige Null-p-Werte: nein, unsere Versuche teilen dieselben ~140 Tage und sind stark korreliert. Der konfirmatorische Strom ist klein (wenige Hypothesen je Monat), der Adaptivitätsgewinn daher gering. Wir haben bereits e-LOND (09-27) und die asynchrone Variante (10-11), die ohne Unabhängigkeit auskommen. Schwellenwerte und Beweis wurden nicht im Volltext gelesen (nur Abstract).
Umsetzung: Keine Änderung der Entscheidungslogik. Optional research_agent/sim_online_fdr.py (ca. 40 Zeilen numpy): 12 Monate × 3–8 Hypothesen, 5 % echte Effekte, korrelierte und unabhängige Fälle, Vergleich e-LOND/LOND/ADDIS bzgl. FDR und Power. Folgeaufgabe nur, wenn ADDIS > 30 % relative Power bei FDR ≤ 5 % zeigt.
Grenzen: Bei Korrelation (ρ ≈ 0,5) ist eine FDR-Verletzung zu erwarten; dann verworfen.
Prüfung: Nullkontrolle mit korrelierten p-Werten (FDR-Kontrolle), Positivkontrolle mit unabhängigen p-Werten (ADDIS ≥ LOND).
Quelle: Tian & Ramdas, ADDIS, NeurIPS 2019, https://arxiv.org/abs/1905.11465 (Abstract; Volltext nicht gelesen).
Verfahren 3 — Hodges-Lehmann-Schätzer und Vorzeichenrang-Permutationstest als Zweitmessung
Problem: 1 (bessere Teststatistik für schwere Ränder) — ehrlich: nur als Diagnostik.
Verfahren: HL ist der Median aller Walsh-Mittel (dᵢ+dⱼ)/2 der Tagesdifferenzen; Test ist der Vorzeichenrangtest mit Vorzeichenwechsel-Permutation. Effizienz gegen das Mittel unter Normalverteilung ≈ 0,955, bei symmetrischen Verteilungen ≥ ca. 0,86 und bei doppelt-exponentiellen/Cauchy-artigen Rändern deutlich über 1.
Voraussetzungen / gelten sie? Symmetrie um den Effekt: nein, nicht verlässlich. Gepaarte Differenzen mit Stopps sind schief; dann schätzt HL die Pseudomedian, nicht den Mittelwert, der für den Geldertrag zählt. Als Haupttest daher ungeeignet und keine Verringerung der nötigen Trade-Zahl. Zahlen stammen aus Sekundärquellen (Suchsnippets), nicht aus den Originalarbeiten.
Umsetzung: In research_agent/run_forward_validation.py je Paar hl_est und exakten (n ≤ 20) bzw. 20000-fach gezogenen Permutationstest ausgeben; Feld robust_flag = „einig“ bei gleichem Vorzeichen von Mittel und HL, sonst „ausreissergetrieben“. Reiner Berichtswert, keine Regeländerung.
Grenzen: Kein Gewinn für Problem 1 im Sinne der Varianzreduktion; Median-of-Means/Catoni (10-07) wurden aus ähnlichem Grund bereits als Teststatistik verworfen.
Prüfung: Null: symmetrische t(2), Mittel 0, 5000 Läufe → Ablehnrate 5 % ± 1 %. Positiv: Median +10 → Power Rangtest > t-Test. Warnkontrolle: schiefe Differenzen (Mittel +8, Pseudomedian ≈ 0) → Flag „ausreissergetrieben“ überwiegend gesetzt.
Quellen: https://ar5iv.labs.arxiv.org/html/1311.5354 (Wilcoxon-Signed-Rank-Argumentation), https://ar5iv.labs.arxiv.org/html/1304.1390 (Hodges-Lehmann-6/π-Ergebnis); Effizienzzahlen aus https://metricgate.com/docs/hodges-lehmann-estimator/ (Sekundärquelle).
Fazit
Nur Verfahren 1 ist eine echte Lücke (Punktschätzung nach Stopp). Verfahren 2 und 3 sind Prüfaufträge mit erwartetem Ergebnis „nicht in die Entscheidungsregel“. Das Methodik-Feld ist bei den fünf Problemen weitgehend ausgeschöpft; neue Läufe sollten eher Umsetzungsstand und Praxistests der bereits gefundenen Verfahren prüfen als weitere Verfahren sammeln.
Weiterer Lauf 10:32
Forschungsmethodik 2026-10-18
Lauf im Modus „Methodik“ (LK-4.4). Die sechs früheren Läufe (2026-09-27 bis 2026-10-14) decken schon fast alles ab: CRN/Lin/CUPED, Konfidenzsequenzen, e-BH/e-LOND, SPA/Romano-Wolf, DSR/PBO, Fay-Herriot, Jackknife+, Bonett-Wright, Bayes-Tau und anderes. Ich habe deshalb gegen diese Liste dedupliziert und vier Lücken gewählt. Zwei davon (Verfahren 1 und 4) sind ausdrücklich Nebenwerkzeuge mit kleinem Nutzen und so gekennzeichnet.
Quellenlage: Alle Angaben stammen aus Abstracts, Paketdokumentation und Folgearbeiten (Websuche). Volltexte habe ich nicht gelesen. Fremdtexte enthielten keine Anweisungen an eine KI.
Verfahren 1 — Exakter Permutations-p-Wert nach Phipson/Smyth (permp) statt (1+k)/(K+1) bei Zufallsziehung
Problem: 2 (viele korrelierte Tests, Placebo-/Permutationstests).
Verfahren: Werden Permutationen zufällig gezogen, ist der naive Schätzer k/K zu klein und kann 0 werden. Die Konvention (1+k)/(K+1) ist gültig, aber konservativ. Phipson/Smyth berechnen den exakten p-Wert als Erwartung über die Zufallsziehung: p = E[(k+1)/(K+1)] mit k ~ Binomial(K, p_wahr), integriert über das diskrete Gleichverteilungs-Prior auf die wahren Werte. Bei einem vollständig aufzählbaren Permutationsraum (Vorzeichenwechsel über n Tage: 2^n) entfällt die Ziehung ganz.
Voraussetzungen: Austauschbarkeit unter der Null. Das gilt für Vorzeichenwechsel der gepaarten Tagesdifferenz nur unter Symmetrie. Autokorrelation bricht die Austauschbarkeit. Bei uns gilt sie also nur teilweise (siehe Fixed-b-/Blockfunde früherer Läufe).
Umsetzung: Bei einem Monatsblock mit n ≤ 22 Tagen lassen sich alle 2^n ≤ 4,2 Mio. Vorzeichenmuster vektorisiert in numpy aufzählen. Das ist exakt und braucht weder Ziehung noch Korrektur. Die Näherung von permp bringt nur etwas, wenn der Raum groß ist und K klein bleibt. Sie ist in ca. 30 Zeilen scipy (Binomial-Summe) nachzubauen.
Grenzen: Das meiste ist durch die Placebo-p-Wert-Arbeit vom 2026-10-07 schon abgedeckt. Der Gewinn ist bei K = 199 klein: die Auflösung bleibt 1/200. Der Nutzen liegt nur bei exakter Aufzählung für kleine Blöcke. Es hilft nicht gegen Abhängigkeit.
Quellen: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.2202/1544-6115.1585 · https://arxiv.org/abs/1603.05766 · Paketbeschreibung statmod::permp: https://quantargo.com/help/r/latest/packages/statmod/1.4.36/permp
Verfahren 2 — Tail-Index-Diagnose (Hill-Schätzer, Danielsson/de Haan/Peng/de Vries-Bootstrap für k) als Voraussetzungs-Gate
Problem: 1 (schwere Ränder). Die Diagnose entscheidet, welche früheren Funde gelten.
Verfahren: Die Hill-Statistik schätzt den Tail-Index α aus den k größten Beträgen der Tagesdifferenzen. Die Wahl von k ist heikel. Die Zwei-Schritt-Subsample-Bootstrap-Regel von Danielsson et al. (2001) wählt k so, dass der asymptotische MSE minimal wird. Der Rest ist ein Schwellenwert: α < 2 bedeutet unendliche Varianz, α < 3 bedeutet, dass die Schiefe-/Kurtosis-Korrektur und viele Bootstrap-Verfahren schlecht sind.
Voraussetzungen: Regulär variierende Ränder, näherungsweise iid. Mit n = 140 Tagen und k etwa 10 bis 20 ist das Intervall für α sehr breit (Standardfehler ≈ α/√k, also ±25 bis 30 %). Die Voraussetzung gilt bei uns nur grob; die Diagnose kann nur grobe Verstöße melden.
Umsetzung: Neue Funktion tail_index_check(diffs) im Power-Plan-Modul (research_agent/power_plan.py). Sie gibt α̂, ein Bootstrap-Intervall und ein Ampelsignal aus (Grün: α-Untergrenze > 3; Gelb: 2 bis 3; Rot: Untergrenze < 2) und wird je Kandidat und je Methodikfassung protokolliert. Bei Rot sollen die t-basierten Konfidenzsequenzen und Schiefe-t-Tests nicht als Entscheidungsgrundlage gelten; stattdessen greifen Catoni/Median-of-Means aus den Läufen vom 2026-09-27 und 2026-10-07. Reines numpy.
Grenzen: Bei n ≈ 140 kann der Test α = 2,5 von α = 4 kaum trennen. Er erkennt nur grobe Verstöße. Ein Gate mit Rot-Schwelle auf der Intervall-Untergrenze ist deshalb konservativ ausgelegt, nicht „bewiesen“. Hill ist bei Abhängigkeit (Volatilitäts-Clustering) verzerrt. Er ergänzt die früheren Funde, ersetzt aber keinen davon.
Quellen: https://personal.eur.nl:443/cdevries/Articles/using_a_bootstrap_method_to_choose_the_sample_fraction_in_tail_index_estimation.pdf · https://researchonline.lse.ac.uk/id/eprint/7329 · Implementierungsreferenz tea::danielsson: https://rdrr.io/cran/tea/man/danielsson.html
Verfahren 3 — Test auf stochastische Dominanz (Linton/Maasoumi/Whang, Subsampling) für den Vergleich zweier Methodikfassungen
Problem: 5 (Methodikvarianten), ergänzend 1.
Verfahren: Statt nur Mittelwerte zu vergleichen, prüft der erweiterte Kolmogorov-Smirnov-Test, ob die Verteilung der Tagesergebnisse der Fassung B die von A stochastisch dominiert (erster, zweiter Ordnung). Die kritischen Werte kommen aus Subsampling. Der Ansatz erlaubt serielle Abhängigkeit und Abhängigkeit zwischen den beiden Reihen. Das passt zu den gepaarten Läufen.
Voraussetzungen: Stationarität, Subsample-Größe b mit b/n → 0. Bei n = 21 Tagen im Monat und etwa 140 insgesamt ist b so klein (ca. 15 bis 25), dass die Näherung schlecht ist. Gilt bei uns kaum: die Leistung ist bei diesem n gering.
Umsetzung: Nur als Zusatzdiagnose im monatlichen Fassungsvergleich (research_agent/run_forward_validation.py): SSD-Statistik (zweite Ordnung, aus kumulierten Verteilungsflächen) auf kumulierten 3-Monats-Fenstern. Als Warnung, wenn B im Mittel führt, aber A die Verlustränder dominiert. Als Entscheidungsregel taugt sie nicht.
Grenzen: Wenig Power; die Subsample-Wahl ist subjektiv. Der Nutzen liegt allein in der Aufdeckung von Rand-Unterschieden, die ein Mittelwerttest nicht zeigt. Die Konfidenzsequenz-Regel vom 2026-10-14 bleibt die Entscheidungsgrundlage.
Quellen: https://researchonline.lse.ac.uk/id/eprint/2207 · https://www.fmg.ac.uk/sites/default/files/publications/DP508.pdf (Abstract-Ebene, Volltext nicht geprüft)
Verfahren 4 — Sequenzieller Monte-Carlo-Test (Besag/Clifford; anytime-valide Variante durch Wetten) für teure Placebo-Läufe
Problem: 2 und 3 (Rechenaufwand der Placebo-/Permutationsläufe bei 17.000+ Versuchen).
Verfahren: Besag/Clifford ziehen Placebo-Statistiken, bis h „Treffer“ (Placebo ≥ beobachtet) gesammelt sind oder das Maximum M erreicht ist. Bei frühem Stopp ist p̂ = h/n_Stopp. Die Wett-Variante (Fischer/Ramdas) liefert einen e-Prozess und gilt zu jedem Stoppzeitpunkt. Gandy zeigt, dass Besag/Clifford ein schlechtes Risiko für eine falsche Entscheidung zwischen „signifikant“ und „nicht“ hat (Resampling-Risiko ≥ 0,5 im Worst Case).
Voraussetzungen: Austauschbare Placebo-Ziehungen. Das ist bei unserem Placebo-Verfahren gegeben, wenn die Ziehungen unabhängig sind.
Umsetzung: In der Placebo-Schleife den Zähler einbauen: Abbruch, sobald h = 10 Treffer erreicht sind (klar uninteressant), sonst bis K = 199. Für die Mehrfachtest-Stufe die anytime-valide Variante als e-Wert verwenden, damit e-BH daran anschließt. Spart den Großteil der Rechenzeit bei der Masse der Null-Kandidaten.
Grenzen: Spart Rechenzeit, erhöht aber nicht die statistische Aussagekraft. Die p-Wert-Auflösung ändert sich nicht. Das alte Besag/Clifford-p ist nicht für BH geeignet; verwende die Wettvariante.
Quellen: https://arxiv.org/abs/2401.07365 · https://arxiv.org/abs/2404.15586 · https://arxiv.org/abs/math/0612488 · https://arxiv.org/abs/2409.18908
Gesamteinschätzung
Die Methodik-Bibliothek ist weitgehend gesättigt. Verfahren 2 hat den meisten Hebel, weil es prüft, ob Annahmen der bereits vorgeschlagenen Tests halten. Die Verfahren 1 und 4 sind kleine Rechenwerkzeuge. Verfahren 3 hat bei unserem n kaum Power. Keines von ihnen löst das Kernproblem (zu wenig Signal je Trade).
Weiterer Lauf 18:57
Forschungsmethodik 2026-10-18
Modus Methodik (LK-4.4). Vorher gelesen: alle sechs Fundlisten 2026-09-27 bis 2026-10-14 (ca. 70 Verfahren). Die Problemfelder 1–5 sind weitgehend besetzt; diesmal vier bisher nicht behandelte Verfahren, davon zwei als „geprüft, nicht (produktiv) bauen“. Volltext war nicht abrufbar bzw. wurde nicht gelesen; Rekonstruktion aus Abstracts und Suchsnippets, jeweils vermerkt. Keine Auffälligkeiten (keine KI-Anweisungen in Fremdtext).
Verfahren 1 — Simultane Konfidenzmengen für Ränge (Mogstad/Romano/Shaikh/Wilhelm)
Problem: 4 (und 5): Ranglisten von Kandidaten, Familien oder Kalibrierungs-Rängen werden als Punktzahlen gelesen, obwohl der Rang bei ±100 Punkten Streuung kaum bestimmt ist.
Verfahren: Aus einer gemeinsamen Block-Bootstrap-Verteilung der Kandidatenmittel wird eine max-t-Schranke c für alle paarweisen Differenzen gebildet. Rang-Untergrenze = 1 + Zahl der Kandidaten, die i signifikant übertreffen; Obergrenze = N − Zahl der signifikant Unterlegenen. Das ergibt Rangintervalle mit simultaner Überdeckung.
Voraussetzungen: Bootstrapbare, asymptotisch normale Schätzer; gleiche Resampling-Tage für alle Kandidaten; bei uns durch Tage-Block-Bootstrap (Blocklänge nach Politis/White, früherer Lauf) erfüllbar. Details der Schranke im Paper vor dem Bau nachlesen (nur Abstract geprüft).
Umsetzung: rank_confidence_sets(daily_pnl_matrix, B, block_len, alpha) in research_agent/power_plan.py oder eigenem numpy-Modul; Ausgabe [rang_lo, rang_hi] im Monatsbericht von run_forward_validation.py; „führt“ nur bei rang_hi <= k. Für shared_intelligence/calibration.py als Warnanzeige bei n = 4–8.
Grenzen: Bei +5…10 Pkt gegen 100 Pkt Streuung werden fast alle Intervalle nahezu die ganze Liste umfassen — das ist das ehrliche Ergebnis, keine Power-Steigerung. Prüfung: Null (20 Kandidaten gleicher Erwartungswert, t(3), T = 140) → Überdeckung ≥ 1−α und Intervalle ≈ [1, N]; Positiv (sd 20 statt 100) → Intervalle schrumpfen.
Quelle: https://www.nber.org/system/files/working_papers/w26883/w26883.pdf (NBER WP 26883; weitere Fassungen: https://cemmap.ac.uk/publication/inference-for-ranks-with-applications-to-mobility-across-neighborhoods-and-academic-achievement-across-countries-2/)
Verfahren 2 — Hodges-Lehmann-Schätzer und Wilcoxon-Vorzeichenrang-Test als Zweitstatistik
Problem: 1 (schwere Ränder).
Verfahren: Median der Walsh-Mittel der gepaarten Tagesdifferenzen; Intervall durch Inversion des Vorzeichenrang-Tests (exakt, Pratt-Behandlung von Nullen). Gegenüber dem t-Test bei schweren Rändern effizienter (ARE-Zahlen 3/π, ≥ 0,864 aus dem Gedächtnis, nicht verifiziert).
Voraussetzungen und Geltung: Unabhängigkeit und Symmetrie. Unter der scharfen Null „Baustein ändert nichts“ ist Symmetrie gesichert (Vorzeichen-Flip), der Test also gültig. Unter der Alternative misst HL aber den Pseudo-Median, nicht den Erwartungswert in Punkten — für die Handelsentscheidung zählt der Mittelwert. Viele Nullen (identische Trades) und Autokorrelation sind zu beachten. Teilweise: nur als Robustheits- und Ausreißer-Diagnose.
Umsetzung: In run_forward_validation.py Spalten hl_pkt, wilcoxon_p (scipy wilcoxon(zero_method='pratt')), Flag bei Vorzeichenabweichung HL vs. Mittel oder |Mittel−HL| > 2·SE. Nicht in die e-Wert-/Konfidenzsequenz-Entscheidung einspeisen.
Grenzen: Rettet die Power bei 1000+ benötigten Trades nicht. Prüfung: Null (t(2–3), 30 % Nullen) → Fehler 1. Art ≤ 5 %; Positiv (0,3·sd) → Power ≥ t-Test; Gegenprobe Lognormal mit Median 0, Mittel > 0 → HL bleibt 0 (dokumentiert den Mittelwert-Blindfleck).
Quelle: https://www.stat.umn.edu/geyer/old03/5102/notes/rank.pdf (Skript); Original Hodges/Lehmann 1963, nicht abgerufen.
Verfahren 3 — ADDIS für Online-FDR (geprüft, nur Vergleichssimulation)
Problem: 2.
Verfahren: SAFFRON-Erweiterung: p-Werte über einer Schwelle τ werden verworfen, Nullanteil-Schätzung nur über p ≤ λ. Hält die FDR-Kontrolle und die Power, wenn Null-p-Werte konservativ sind (z. B. diskrete Placebo-p-Werte mit K = 199).
Voraussetzungen und Geltung: Unabhängige bzw. bedingt superuniforme Null-p-Werte, ausreichend viele Hypothesen. Bei uns überlappen die Monatskandidaten auf denselben Tagen (Abhängigkeit), und die Zahl konfirmatorischer Hypothesen ist klein (Dutzende), das Alpha-Vermögen bleibt winzig. Teilweise/eher nein. e-LOND (früherer Lauf) bleibt Standard.
Umsetzung: Kein Produktivbau; optional research_agent/sim_online_fdr.py (60 Hypothesen, 10 % echt, ρ = 0,3…0,7, konservative Placebo-p-Werte), Vergleich e-LOND / LORD++ / ADDIS. Übernahme nur, wenn ADDIS bei ρ > 0 die FDR hält und ≥ 1,5× Power zeigt.
Grenzen: Wahrscheinliches Ergebnis: kein Mehrwert. Quelle nur über Abstract/Snippets rekonstruiert.
Quelle: https://arxiv.org/pdf/1905.11465 (Tian/Ramdas, NeurIPS 2019)
Verfahren 4 — Purged / Combinatorial Purged Cross-Validation (geprüft, nicht bauen)
Problem: 2.
Verfahren: Entfernt Trainingsdaten, deren Label-Fenster das Testfenster überlappen (Purging), plus Puffer (Embargo); CPCV bildet alle Kombinationen von Testblöcken und liefert eine Pfadverteilung.
Voraussetzungen und Geltung: Setzt einen Trainingsschritt voraus. Die Plugins sind feste Regeln ohne Fit, es gibt nichts, was leaken könnte; das Selektionsproblem der 17.000 Versuche löst CPCV nicht. Bei ~140 Tagen wären 6–8 Blöcke winzig und die Pfade stark abhängig. Nein, außer für parametrisierte Varianten mit Parameterwahl über mehrere Tage.
Umsetzung: Nur Check im Bau-Pfad: mindestens 1 Handelstag Embargo zwischen Auswahl- und Auswertungsfenster. Selektion bleibt bei PBO/DSR/SPA/Romano-Wolf. Prüfung: Zufallsparametersuche auf Zufallsrenditen mit/ohne Embargo; Autokorrelation-1-Tag-Reihe als Positivkontrolle.
Grenzen: Nur Sekundärquellen (Wikipedia, Blogs) gesehen; AFML Kap. 7 nicht eingesehen.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Purged_cross-validation
Empirie-Research-Log 2026-10-18 — Keine qualifizierten Muster
Kurzfazit. Snapshot 2026-10-18 (Discovery 2026-03-17 bis 2026-08-30, 114 Tage, 43 Buckets, Bonferroni-Schwelle |t| ≈ 4,1; Holdout ab 2026-08-31 gesperrt): Kein direktionaler Bucket erreicht die Schwelle. Am stärksten ist F2-Montag (n=22, +34,2 Pkt, Median +21,5, t=2,55, WR 59,1 %), gefolgt von F2-Mittwoch (t −2,11) und F6 first30_down (t −2,03). Bei 43 Tests sind ~2 Zufalls-Signifikanzen mit |t| > 2 zu erwarten, hier sind es drei. Ergebnis: 0 Funde.
Alle Familien wurden aus den heutigen Zahlen neu bewertet. Gegenüber dem Vortag ist ein weiterer Discovery-Tag hinzugekommen, die Kennzahlen sind praktisch unverändert. Neue Evidenz entsteht dadurch nicht.
Warum heute nichts qualifiziert
- Signifikanz. Max. direktionales |t| = 2,55 (F2 Mo), weit unter 4,1 und mit dem Zufallsbild bei 43 Tests vereinbar.
- Dedupe. Die Kandidaten mit Mechanismus (Mo/Di-Eröffnungsstunde, first30_down → Spät-Short, Hochvola-First30-Momentum, Gap-Familie) sind laut Vortags-Logs bereits gebaut. Eine substanziell andere Challenger-Regel lässt sich aus den Zahlen nicht ableiten.
- Kein Situationstreiber. F8 (Vortags-Vola) zeigt |t| ≤ 1,43. Der Unterschied beim First30-Momentum (hochvol +17,8 Pkt, WR 62,5 % vs. niedrigvol +0,9 Pkt) ist statistisch nicht trennbar, und das Gate existiert bereits.
- Digest-Abgleich. Ein Grep auf F2/F6/f30_momentum im results_digest liefert keinen Treffer. Es gibt also keinen Regime-Split, der ein heutiges Muster unabhängig stützt oder widerlegt.
Nicht qualifizierte Muster (je ein Verwerfungsgrund)
- F1_tageszeit_drift_30min: max |t| 1,70 (11:00, Median +7,7, WR 59,6 %), weit unter der Schwelle; 12:00 hat Std 103, ausreißeranfällig; übrige |t| < 1,2.
- F2 Mo/Di (t 2,55/1,41, konsistent): Dubletten der Eröffnungsstunden-Strategien, unter Bonferroni.
- F2 Mi (−35,0, Median −26,1, t −2,11, WR 25 %): mechanismus-frei, nur beobachtet, nicht baubar.
- F2 Do/Fr: |t| < 0,8, Rauschen.
- F3_overnight_gap_quintile: max |t| 1,18, nicht monoton, Mean/Median-Konflikt bei Q2; Gap-Familie mehrfach gebaut.
- F4 heutige_range: t 8–13 sind trivial (positive Größe gegen 0 getestet), kein Handelssignal.
- F4 heutiger_drift: |t| ≤ 1,68, nicht monoton, ohne Mechanismus.
- F5_first_hour_breakout_persistenz: |t| ≤ 0,41, Mean/Median-Konflikt; kein_breakout thin (n=8).
- F6 first30_down (−18,6, t −2,03, WR 35,7 %): konsistent, aber bereits gebaut, unter Bonferroni.
- F6 first30_up: t 0,02, kein Signal.
- F7_vormittag_nachmittag_persistenz: |t| ≤ 0,5, weder Persistenz noch Reversal.
- F8_situations_splits_vola_regime: alle |t| ≤ 1,43, Dubletten bestehender Gates.
Memory-Hygiene
Der Digest-Grep lieferte keine Treffer, die einen Index-Eintrag widerlegen oder präzisieren. Es gibt keine „nie bauen"-Formulierungen und keine echten Duplikate. 0 Änderungen.
Empirie-Research-Log 2026-10-18 — Signal-Mining-Funde
Herkunft. Maschinell erzeugt von scripts/signal_mining_to_finds.py aus dem Signal-Mining-Lauf
e0e56da0-61a7-4668-9465-e8dc61d808a9 (Fenster 2026-04-30 bis 2026-08-28, 85 Handelstage,
4896 Kombinationen, 28553 Signale). Kein Sprachmodell beteiligt.
run_id: e0e56da0-61a7-4668-9465-e8dc61d808a9
Kurzfazit. 0 Fund(e) ueber der Evidenzschwelle (Walk-Forward bestanden, OOS n >= 25, OOS PF >= 1.15, IS n >= 50); 30 Kandidaten darunter. Holdout 2026-08-29 bis 2026-09-27 = 20 Handelstage — ausreichend. Das Signal Mining erzeugt selbst nur Replay-Plugins (Signalzeitpunkte im Code); die Umsetzung als lebensfaehige Strategie ist Aufgabe des Auto-Build.
Keine Funde
Kein Kandidat erreichte die Evidenzschwelle.
Klassik-Research 2026-10-18 (Sonntag, freie Suche + Wiederaufnahme)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Der Klassik-Track ist für die Single-Index-Intraday-Domäne weitgehend gesättigt: Die Dedupe-Greps über alle bisherigen *-classic.md-Logs (inkl. der Funde vom 01.–17.10.) treffen die naheliegenden Kandidaten bereits. Ich habe bewusst keinen Fund als „neu" ausgegeben, der nur eine Variante eines bereits gebauten Bausteins wäre.
Durchgeführte Dedupe-Prüfungen
- Überschriften aller Oktober-Logs (Dow-Theorie, Sommerzeit-Montag, Overnight/Intraday-Momentum, EZB-Drift, Optionsverfall/Pinning, Trend-Alter, Candlestick-Reversal, Jump-Gates, Informiert/Uninformiert-Fade, Extrem-Alter-Gate, Vola-Zustands-Gate, Momentum-Crash-Gate, Quartalsende-Window-Dressing, Mondphasen-Gate, Turnaround-Tuesday, Bianco/Renò-Autokorrelation-Schalter): alle bereits geführt.
- Mikrostruktur-/Tageszeit-Klassiker (Harris 1986, Wood/McInish/Ord, Admati/Pfleiderer, Foster/Viswanathan, Gerety/Mulherin, Jain/Joh, Heston/Korajczyk/Sadka, Lo/MacKinlay, Amihud/Mendelson, Bessembinder, Hurst/Parkinson): in den Logs vom 17.07. bis 09.10. bereits abgedeckt.
- Semivarianz / Signed Jumps (Patton/Sheppard 2015, Review of Economics and Statistics 97(3), 683–697; Tier 1): bereits am 19.07. als Fund geführt und vom Auto-Build zweimal gebaut (
dax_open_fade_badvola_gateam 20.07.: baustein_ohne_mehrwert, PF 0.78→0.77;dax_itsm_rs_asymmetry_gateam 07.08.: baustein_verbessert, PF 0.41→0.57, aber absolut weiter negativ). Kein neuer Mechanismus-Twist erkennbar → keine Wiederholung.
Durchsuchte Quellen / Queries
- WebSearch „Patton Sheppard 2015 good volatility bad volatility signed jumps realized semivariance" (Bestätigung der Quelle; Dedupe-Treffer, siehe oben).
- Repo-Greps im Research-Log und im
results_digest.md(Autorennamen-Alternationen, Semivarianz-Begriffe).
Auffälligkeiten / Hinweise für den nächsten Lauf
- Offene Lücke dieses Laufs: Es wurde nur eine externe Suche durchgeführt; die Explorations-Garantie (eine frei-explorative Suche gegen die Erfahrungslage) ist damit formal nur durch die Semivarianz-Suche erfüllt, die sich als Dublette erwies. Ein späterer Lauf könnte unbeackerte Randjournale (z. B. Journal of Futures Markets, Journal of Empirical Finance der 1990er) gezielt nach Einzelindex-Intraday-Effekten durchsuchen.
- Keine Anweisungen in Webinhalten gefunden.
Weiterer Lauf 12:00
Klassik-Literatur-Research — Sonntag, 2026-10-18
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Die Klassik-Logs vom 28.06. bis 17.10.2026 decken Breakout-, Reversal-, Momentum-, Kalender-, Vola-Gate-, Stop- und Mikrostruktur-Familien ab. Die beiden freien Suchen (deutsche IBIS-/DAX-Intraday-Literatur der 1990er und Harris-Day-End-Anomalie) lieferten nur deskriptive Studien oder Dubletten. Es wurde bewusst kein Fund konstruiert.
Zugriffs-Vermerk: Alle Angaben stammen aus Suchsnippets (Abstract-Ebene). Volltexte wurden nicht gelesen. Das ist eine Verifikationslücke. Den results_digest.md habe ich in diesem Lauf nicht neu ausgewertet, weil kein Fund eine DAX-Backtest-Prognose benötigte.
Durchsuchte Quellen / Queries
- Freie Suche gegen die Erfahrungslage (unbeackerte Dekade, deutsche Literatur): „IBIS DAX intraday return pattern 1990s … Frankfurt Stock Exchange".
- Röder/Bamberg (1996), Kredit und Kapital 29(2), S. 244–276 (Tier 2, Fachzeitschrift): Intraday-Volatilität des DAX in 15-Minuten-Intervallen. Die ersten drei Intervalle der Handelszeit liegen deutlich über dem Rest. Ein Volatilitätsgipfel liegt um die Kursfeststellung (12:16–12:30), dazu ein leichter Anstieg zum Schluss. Dazu gibt es Expiration-Day-Effekte durch DTB-Optionen und -Futures. Quelle: https://elibrary.duncker-humblot.com/article/69033/intraday-volatilitat-und-expiration-day-effekte-am-deutschen-aktienmarkt
- Röder (1996), Finanzmarkt und Portfolio-Management 10(4), S. 463–477: gleiches Thema für DAX, IBIS-DAX und DAX-Future.
- Grammig/Schiereck/Theissen (2000), Schmalenbach Journal of Business Research 52(7): informationsbasierter Handel über IBIS. Montags häufiger negative Informationsereignisse. Quelle: https://ideas.repec.org/a/spr/sjobre/v52y2000i7d10.1007_bf03372631.html
- Bewertung: rein deskriptiv, keine Handelsregel. Das Marktmodell der 1990er (Kursfeststellung 12:30, DTB) existiert so nicht mehr. Das U-Profil der Vola ist als Tageszeit-Saisonalität mehrfach geführt, Verfallstag-Effekte am 2026-10-01 und 2026-10-08. Das Montags-Informationsmuster ist ein Dedupe-Anker zu den Wochentags-Funden. baubar: nein als eigener Fund (keine Regel, Dublette der Vola-Profil-Familie).
- Harris (1989), „A Day-End Transaction Price Anomaly", JFQA 24(1), S. 29–45 (Tier 1): https://ideas.repec.org/a/cup/jfinqa/v24y1989i01p29-45_01.html. Betrifft NYSE-Einzelwerte (Preisbewegung der letzten Transaktion des Tages, Ask-Häufigkeit am Tagesende). Bereits am 2026-08-08 und 2026-08-16 geführt. Dublette. Außerdem keine Index-Futures-Evidenz.
- Dedupe-Grep (Röder, Bamberg, Grammig, Day-End, Harris 1989) über alle Klassik-Logs: Röder/Bamberg/Grammig neu, aber nicht handelbar. Harris belegt.
Einzeiler (keine Neufunde)
- Röder/Bamberg 1996 (Tier 2): DAX-Intraday-Vola-Profil mit Gipfel an der damaligen Kursfeststellung. Kontext-Anker für Tageszeit-Vola, keine Regel.
- Grammig/Schiereck/Theissen 2000 (Tier 2): Montags mehr negative Informationsereignisse bei IBIS. Anker für Wochentags-Gates, keine Regel.
- Harris 1989 (Tier 1): Dublette (2026-08-08).
Offener Faden (kein Suchverbot)
Die deutsche Mikrostruktur-Literatur der 1990er (Röder, Theissen, Kehr/Krahnen) liegt nur auf Abstract-Ebene vor. Ein Fund wäre dort nur mit offengelegter Verifikationslücke möglich, und bisher fehlt eine Studie mit explizit testbarer Einzelserien-Regel.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen an eine KI in den Suchergebnissen gefunden.
Weiterer Lauf 18:58
Klassik-Literatur-Research — Sonntag, 2026-10-18
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Der Klassik-Track ist nach über 100 Funden (Juni–Oktober 2026) in allen Kernfamilien gesättigt: Breakout/ORB, Reversal, Momentum, Kalender, Vola-Gates, Stop-/Exit-Bausteine, TA-Validierung und Mikrostruktur. Der freie Sonntagslauf prüfte einen Stop-Loss-Klassiker und fand nur eine Dublette. Ich habe bewusst keinen Fund konstruiert.
Durchsuchte Quellen / Queries
- Dedupe-Grep der
## Fund-Überschriften aus den Klassik-Logs vom Oktober sowie Autoren-Sammelgreps (Osler, Donchian, Chande, Mamaysky, Pivot, Kaminski/Lo). Ergebnis: alle Kandidaten sind bereits geführt. - WebSearch (frei-explorativ, Stop-Exit-Richtung): Kaminski/Lo, When do stop-loss rules stop losses?, Journal of Financial Markets 18, 2014, S. 234–254 (Tier 1). Quellen: MIT DSpace Manuskript, SIFR-Working-Paper-Abstract.
- Befund laut Abstract: Unter Random Walk senken einfache Stop-Loss-Regeln den Erwartungswert, bei Momentum können sie Wert schaffen. Die Tests laufen auf Monats- bzw. längeren Frequenzen mit Index-Futures, nicht intraday.
- Dublette: Die Studie ist bereits in
2026-07-03,2026-09-30,2026-10-05und2026-10-09geführt (Grep-Treffer auf den Titel). Sie bleibt Dedupe-Anker. Die Stop-Familie ist als Bausteine mehrfach bedient.
Digest-Bezug (3b)
Das results_digest.md habe ich in diesem Lauf nicht neu ausgewertet, weil kein Fund eine DAX-Backtest-Prognose benötigte. Die Vortage zeigen: Autokorrelations-Regime-Gates auf die Uncertain-Info-Referenz sind zweimal gescheitert (Varianz-Ratio-Gate und Überraschungs-Vola-Gate). Wochentags-Zellen tragen selten robust.
Einzeiler (keine Neufunde)
- Kaminski/Lo 2014 (Tier 1): Stop-Loss-Wert hängt am Momentum-Regime. Dublette, baubar nur als bereits geführter Stop-Baustein.
- Verifikationslücke: Volltext nicht gelesen, nur Abstract und Autoren-Manuskript-Metadaten.
Offener Faden (kein Suchverbot)
Unbeackert bleiben europäische Xetra-/IBIS-Mikrostrukturarbeiten der 1990er mit Volltextzugang sowie Index-Effekte nach den Xetra-Auktionen (13:00 und 17:30), sofern eine Tier-1/2-Quelle auffindbar ist.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen an eine KI in den Suchergebnissen gefunden.
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die drei Suchen lieferten nur Dubletten (Mesfin-Papiere zu MNQ, Brown/SSRN zu ES), Querschnitts- bzw. Overnight-Literatur außerhalb unserer Session und ältere Technische-Regel-Studien. Auffällig ist der konsistente Befund der aktuellen Falsifikationsstudien: Intraday-Signale auf Index-Futures bestehen Kosten-, OOS- und Jahresstabilitätsprüfungen nicht.
Geprüfte Treffer (alle Dubletten oder nicht baubar)
- Mesfin, Volatility-Volume-Gap-Classifier, MNQ (arXiv 2605.11423, Mai 2026, Tier 1): Dublette (u. a. 2026-10-15). 947 Tage 5m-Daten 2021–2025; beste Konfiguration T = 1,46, besteht die Jahresstabilität nicht. Selbst als deskriptiv eingestuft. Kein Fund.
- Mesfin, OHLCV-Signal-Falsifikationsstudie (arXiv 2605.04004, Mai 2026, rev. Juli 2026, Tier 1): In 57 früheren Logs geführt. 14 Intraday-Signalfamilien, feste Round-trip-Kosten von 2 Punkten; keine erfüllt alle Kriterien (OOS, T ≥ 2,0, ≥ 30 Trades, positiv netto, jahresstabil). Nach Abstract/Listing gelesen, Volltext nicht geprüft. Das ist ein Negativbefund und stützt unsere eigene Digest-Lage.
- Brown, E-mini-Mikrostruktur (SSRN 6847024, Mai 2026, Tier 1): Dublette, rein deskriptiv, keine Handelsregel.
- Lou/Polk/Skouras "Tug of War" und Akbas/Boehmer/Jiang/Koch (JFE 2022): Overnight vs. Tagesrendite im Aktien-Querschnitt. Edge sitzt im Overnight-Segment außerhalb 09:00–20:00 und braucht ein Aktienuniversum. Nicht baubar.
- Gap-Fill-Basisraten SPY/QQQ (thetrading.tools): Tier 3, Datenseite ohne offengelegte Methodik; Gap-Fade ist im Digest bereits in 8 Builds getestet. Nicht als Fund.
- Unger Academy, DAX-Breakout 5m "seit 2025": Marketing/Bildungsanbieter, ausgeschlossen.
- Ältere DAX-/Nikkei-/FX-Technische-Regel-Studien (u. a. J. Futures Markets 2000): Alt (> 12 Monate), Befund: kein Überrenditeniveau nach realistischen Kosten. Einzeiler.
Einordnung gegen das empirische Gedächtnis
Der Digest weist 242 Builds mit 722 Trials aus und warnt vor Multiple-Testing; die Kalibrierungstabelle zeigt, dass Robustness-Kennzahlen zur Bauzeit den Vorwärtsertrag eher verkehrt herum vorhersagen. Das passt zu den externen Falsifikationsstudien: Wer genug Regeln testet, findet in-sample immer eine, und die Literatur bestätigt, dass solche Treffer nach Kosten selten tragen. Eine Hypothese für den Auto-Build ergibt sich nicht, da kein baubarer Fund vorliegt. Meine generelle Prognose für jede neue Entry-Familie ohne neuen Mechanismus: PF unter 1 nach Spread und Slippage.
Durchsuchte Queries
- "arXiv 2026 intraday index futures strategy out-of-sample transaction costs volatility regime" (frei)
- "intraday momentum overnight return gap fill index ETF 2026 paper SSRN" (frei)
- "DAX futures intraday trading rule 2026 working paper Eurex minute data profitability after costs" (frei-explorativ, bewusst DAX-spezifisch und praxisnah)
Zusätzlich: Dedupe-Grep auf arXiv 2605.04004; Lektüre der Logs 2026-10-15/16 und des Digest-Kopfs.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Webinhalten gefunden.
Weiterer Lauf 00:28
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Alle brauchbaren Treffer (MNQ-Falsifikationsstudie, MNQ-Klassifikator, Split-Session-GARCH, Overnight/Intraday-Substack) sind bereits in früheren Logs geführt. Der Rest ist Tier 3 bzw. Produktwerbung oder ohne Handelsregel.
Geprüfte Treffer (Dubletten oder nicht baubar)
- Structural Limits of OHLCV-Based Intraday Momentum Signals in MNQ Futures (arXiv 2605.04004): Tier 1, bereits mehrfach im Log. Inhaltlich ein Negativbefund: ORB-Varianten scheitern out-of-sample (bestes Setup t ≈ 0,88 bei 447 OOS-Trades, Ergebnis von einem Teiljahr getrieben). Das stützt die Digest-Lage, dass reine OHLCV-Breakouts auf dem DAX ohne Zusatzmechanismus keine tragfähige Kantenbreite haben. Kein Neufund.
- Mesfin, Vola-Volumen-Gap-Klassifikator (arXiv 2605.11423): Dublette, selbst als deskriptiv (nicht prädiktiv) beschrieben.
- Split-Session Cluster GARCH, Overnight vs. Intraday (arXiv 2607.03669): Dublette; Aktien-Modell ohne Handelsregel, Overnight-Anteil ist für eine Session 09:00–20:00 nicht handelbar.
- Trends and Reversion … Minutes to Decades (arXiv 2501.16772): Dublette, älter als 12 Monate, keine kostenbereinigte Regel.
- Harbourfront-Quant-Substack (Overnight vs. Intraday VRP): Dublette; Optionen/VRP, nicht aus einer Indexzeitreihe baubar.
- LSTM-True-Range für ORB (ACIIDS 2026, EasyChair-Listing): Konferenz-Snippet, ES-Futures, ohne verifizierbare Kostenangaben; Verifikationslücke. Als reiner Parameter-Twist (Prognose-ATR statt ATR) kein neuer Mechanismus, 70 % „Mehrrendite" gegen ein ATR-Baseline ist ohne Kosten/OOS-Details nicht belastbar. Einzeiler.
- QuantConnect-Forum (In & Out, BTC-Regime-Filter), MQL5-Produktseite (NAS100-EA, „18 von 300 Parametersets"): Tier 3 bzw. Verkaufsseite, ignoriert.
Einordnung gegen das empirische Gedächtnis
Prognose zur ORB-/Momentum-Familie: Die MNQ-Falsifikation deckt sich mit den DAX-Digest-Ergebnissen; ein Prognose-ATR-Twist würde die Kostenseite (Spread bis 3,5 Pkt) nicht ändern. Erwartung: kein Edge-Gewinn gegenüber Referenz.
Durchsuchte Queries
- „intraday index futures strategy arXiv 2026 volatility-scaled momentum opening range out-of-sample transaction costs"
- „arXiv q-fin 2026 intraday seasonality DAX Euro Stoxx futures overnight intraday return decomposition" (frei-explorativ)
- „Quantocracy OR Robot Wealth OR QuantConnect intraday index strategy 2026 range filter regime out-of-sample" (frei-explorativ)
Dedupe-Greps über alle Logs (arXiv-IDs, Substack-Name, Split-Session).
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Webinhalten gefunden.
Weiterer Lauf 00:40
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die zwei Suchen lieferten nur Treffer, die im Research-Log bereits breit abgedeckt sind (Overnight-Gap-Reversal, Intraday-Signalfamilien mit negativem Ergebnis). Das Dedupe-Grep über alle Logs ergab für Overnight-Reversal und die Mesfin-Arbeiten zahlreiche Dateien. Ich habe deshalb nichts als Neufund geführt, und eine Detailanalyse neuer Kandidaten entfällt.
Durchsuchte Queries
- „intraday index futures trading strategy arXiv 2026 out-of-sample transaction costs 1-minute"
- „DAX intraday return predictability overnight gap opening auction 2026 paper"
Die Suche 2 ging bewusst in Richtung Xetra-Eröffnungsauktion und DAX-Spezifika. Dort gab es keine peer-reviewte Evidenz, nur Blogs und Foren (Tier 3, kein Fund).
Einzeiler (kein Fund)
- Mesfin, arXiv 2605.04004 (Mai 2026, Tier 1): 14 Intraday-Signalfamilien auf Micro-E-mini-Nasdaq-100, 5-Minuten-Daten, 947 Tage. Keine Familie bestand Walk-Forward, t-Statistik und Nettorendite nach 2 Punkten Kosten. Das ist ein Negativbefund, der zu den bisherigen Digest-Ergebnissen passt. Ich habe nur das Search-Snippet gesehen, das Paper selbst nicht geprüft. Als Baustein-Idee taugt es nicht.
- Mesfin, arXiv 2605.11423 (Mai 2026, Tier 1): Tagesklassifikation auf denselben Daten. Das Muster ist nicht robust handelbar. Das deckt sich mit der konstanten Live-Achse
day_biasim Digest („range_day" an 1.0 der Handelstage). - Overnight-zu-Intraday-Reversal (Ahn/Fan/Noh/Park 2024; Turku-Thesis Mai 2026, JSE-Thesis 2023): Das betrifft Einzelaktien-Querschnitte, der Mechanismus (Liquiditätsprämie für Overnight-Ungleichgewichte) hängt am Aktienuniversum. Auf einer einzelnen DAX-Indexzeitreihe ist er schwach übertragbar. Gap-Fade-Varianten sind bereits in früheren Logs geführt.
- Tsai et al., IEEE Access 2019, Opening-Range-Breakout auf Indexfutures 1m: Kosten- und OOS-Status im Snippet unklar, Breakout-Familie bereits mehrfach geprüft.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Webinhalten gefunden.
Prozess-Hinweis
WebSearch liefert für sehr spezifische Queries (DAX + 2026) fast nur Blogs. Das Dedupe-Grep auf Autorennamen trifft wegen breiter Alternation fast jede Datei, deshalb müssen die Muster enger gefasst werden.
Weiterer Lauf 03:11
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Der einzige 2026er Treffer (Mesfin, arXiv 2605.11423) ist bereits in früheren Logs geführt und liefert ohnehin ein Negativergebnis. Alle weiteren Treffer sind klassische Dubletten (Intraday-Momentum nach Gao et al., Overnight-Drift) oder nicht baubar.
Geprüfte Treffer (kein Neufund)
- Mesfin, "A Validated Volatility-Volume-Gap Classifier for Regime Identification in MNQ Intraday Data" (arXiv 2605.11423, q-fin.TR, v1 12.05.2026, v3 16.09.2026, Tier 1 als Preprint, Single-Author, nicht peer-reviewed). Bereits in früheren Logs geführt, daher Dublette.
- Kritische Einordnung: Der Klassifikator feuert an nur 40 von 947 Tagen (ca. 4,4 %, 2021–2025, MNQ 5m). Die Zahlen sind statistisch dünn.
- Das Jahresvorzeichen kippt: 2024 liegt bei +40,7 Pkt, 2025 bei −42,5 Pkt.
- Alle acht getesteten Richtungsstrategien scheiterten (bestes T = 1,46, 127 OOS-Trades, Stabilitätstest verfehlt).
- Kosten sind im gelesenen Abstract nicht spezifiziert. Die Schwellen (Expanding-Window) sind dort nicht offengelegt.
- baubar: nein. Es gibt kein Signal, und der Gap/First-30m/Volumen-Mechanismus ist im Digest über die Gap-Fade-Familie bereits vielfach getestet. Die erste Bar mit Volumen setzt zudem Volumendaten voraus, die unsere einzelne Indexzeitreihe nicht sicher liefert.
- Gao/Han/Li/Zhou Intraday-Momentum (erste Halbstunde → letzte Halbstunde) und Folgestudien: klassische Dublette. Im Digest existieren dazu
dax_market_intraday_momentum(7 Baustein-Tests) unddax_intraday_ts_momentum. - Boyarchenko/Larsen/Whelan, "The Overnight Drift" (CEPR DP14462): Der Mechanismus (Dealer-Inventar, 2–3 Uhr ET) liegt außerhalb unserer Session 09:00–20:00 Berlin. baubar: nein.
- arXiv 2507.04481 (Overnight-News): bereits als
dax_news_residual_gap_gategebaut (Digest: PF 1,77 → 4,27, aber "ohne Mehrwert"). Dublette. - Univ. Turku Thesis 05/2026 (Einzelaktien-Overnight-Reversal): Tier 3, nur Einzelaktien-Querschnitt, nicht übertragbar.
- Bund-Futures/DAX Makro-Ankündigungen (NBP-Studie 2010, 1997/98-Daten): veraltet. Das Snippet nennt keine Reversal-Befunde, und praktische Aussagen dazu stammen nur aus Foren (Tier 3).
Eigene Einschätzung
Die Suchlage ist für den Tag gesättigt: Das Gap-Fade-/Gap-Gate-Feld ist mit 26+ Trials und mehreren Gate-Bausteinen im Digest abgedeckt (siehe Familien "Gap Fade/Follow"). Ein neuer Mechanismus-Twist ist in den Treffern nicht erkennbar.
Eine offene Lücke bleibt: Eine quantitative Studie zum 14:30-CET-Handover (US-Makro-/US-Open-Effekte auf DAX-Futures) mit Reversal-Befund wurde nicht gefunden. Sie wäre ein möglicher Ansatz für einen künftigen Baustein (Zeit-/Event-Filter), ist aber nicht belegt.
Durchsuchte Quellen / Queries
- "intraday index futures overnight-to-open gap return predictability arXiv 2026" (frei-explorativ)
- "arXiv q-fin 2026 intraday momentum volatility-scaled index futures half-hour return predicts last half-hour"
- "intraday trading strategy index futures 2026 arXiv q-fin.TR out-of-sample transaction costs session-specific time-of-day edge"
- "Bund Euro Stoxx DAX futures intraday auction opening US macro announcement 14:30 CET return reversal paper 2026" (bewusst abseits der bisherigen Erfahrungslage)
Zusätzlich: WebFetch auf arxiv.org/abs/2605.11423 (Abstract geprüft).
Einzeiler (kein Fund)
- Mesfin arXiv 2605.04004 (14 Signalfamilien, MNQ 5m, 2021–2025): nur Snippet gelesen, nicht verifiziert. Der Autor verweist selbst auf "Positive Controls" ohne Tradability-Anspruch. Nicht baubar, Tier 1 nur als Preprint.
- Caporale et al. 2016 (Computational Economics): Tageszeitmuster verschwinden bei variablen Spreads. Das passt zur Kostenskepsis für unsere Spread-Grenze von 3,5 Pkt.
Auffälligkeiten
Keine. Die Suchergebnisse enthielten keine Anweisungen an eine KI.
Weiterer Lauf 05:40
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die Suche liefert wiederholt Arbeiten, die schon geführt sind (Mesfin MNQ, Gao/Han-Intraday-Momentum) oder keine handelbare Regel enthalten (Semivarianz/Signed-Jump-Literatur). Das Digest zeigt zudem 244 Builds mit 728 Trials und einen hohen Multiple-Testing-Debt. Ein weiterer Mikro-Effekt ohne neuen Mechanismus hätte daher kaum Aussicht auf Bestand.
Geprüfte Treffer (Dubletten oder nicht baubar)
- Mesfin, Volatility-Volume-Gap-Classifier, MNQ (arXiv 2605.11423, Mai 2026, Tier 1): Dublette (siehe 2026-10-16). Nach den Snippets: 947 Tage 5m-Daten 2021–2025; Fade des 30-Min-Moves T = +0,86, Follow T = −0,44 (nur 2024 +2,07); bestes Setup T = 1,46, nicht jahresstabil. Das ist ein ehrliches Negativergebnis und stützt die Prognose, dass Gap-/Opening-Move-Regeln auf einer Einzelreihe nach Kosten kein Signal tragen. Volltext nicht geprüft. baubar: nein (kein Regelwerk mit Edge).
- Mesfin, 14 OHLCV-Signalfamilien (arXiv 2605.04004, Tier 1): Laut Snippet bei 2 Punkten Round-Trip-Kosten keine Familie bestanden. Passt zu unserem Digest (viele gescheiterte Familien). Nur Snippet gelesen, Verifikationslücke. Kein Fund.
- Gao/Han/Li/Zhou (First→Last Half-Hour), Zhou-Folgestudie über 60+ Futures (1974–2020): Dublette (mehrfach, zuletzt 2026-10-16). Der Mechanismus (Gamma-Hedging, Leveraged-ETF-Rebalancing) ist US-Options-/ETF-Struktur. Liu & Tse (2017) fanden für 12 internationale Indexfutures keinen Half-Hour-Effekt, nur Overnight-Rendite, und diese liegt außerhalb unserer Session.
- Realized Semivariance / Signed Jumps (Patton & Sheppard; Fang/Jiang/Luo 2017, China-Index, 2006–2013): Frei-explorativer Winkel. Die Evidenz betrifft Tageshorizonte und ist out-of-sample schwach (Rohöl-Studie: begrenzter Nutzen). Keine Stunden-Handelsregel, älter als 12 Monate. Kein Fund.
Einordnung / Prognose
Hypothese für den Auto-Build: Jeder Overlay, der allein auf Gap/Opening-Move oder Halbstunden-Kontinuität beruht, dürfte den Kostenblock (Spread bis 3,5 Punkte) nicht schlagen. Der Effekt liegt in den Quellen bei wenigen Punkten bzw. Basispunkten und ist jahresinstabil.
Durchsuchte Queries
- „arXiv 2026 intraday index futures strategy opening gap volatility regime out-of-sample transaction costs“ (frei)
- „intraday momentum last half-hour return predicts index futures new evidence 2026 SSRN“ (frei)
- „intraday realized semivariance OR jump signed volatility predicts next-hour index return trading rule 2025 2026“ (frei-explorativ, bewusst abseits der bisherigen Familien)
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Webinhalten gefunden.
Weiterer Lauf 05:55
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die vier Suchen (Index-Futures-Intraday mit Vola-Regime, europäische Intraday-Saisonalität, Jump-/Bipower-Filter) lieferten nur Dubletten, alte Ereignisstudien oder Arbeiten ohne handelbare Regel. Es gibt keinen Fund mit "baubar: ja".
Geprüfte Treffer (Dubletten oder nicht baubar)
- Mesfin, MNQ-Studie und Tagesklassifikator (arXiv 2605.11423, 2605.04004), Tier 1: Dublette (Log 2026-10-16). 14 Signalfamilien auf 947 Handelstagen (5m, 2021–2025) bestehen keinen Walk-forward-Test mit t ≥ 2, n ≥ 30 und 2 Punkten Roundtrip-Kosten. Das passt zum Digest: Momentum (11 Builds, Ø PF 1,06) und Mean Reversion (48 Builds, Ø PF 1,00) liegen im Schnitt bei etwa 1, also ohne Kantenvorteil. Das Negativergebnis ist eine zusätzliche Datenquelle, aber kein Bauauftrag.
- Gao/Han/Li/Zhou, First → Last Half Hour; Heston/Korajczyk/Sadka (arXiv 1005.3535): Dubletten (u. a. 2026-10-09-classic, 2026-10-16). Die Heston-Studie nennt selbst, dass die Periodizität nach Kosten keine reine Gewinnchance ist.
- Time series momentum and reversal: intraday information from realized semivariance (Reading eprints): Semivarianz-Familie bereits geführt (u. a. 2026-08-07, 2026-09-07), kein neuer Mechanismus.
- SSRN 6847024 (E-mini, vier Vola-Regime, April 2024–Mai 2026): Dublette (2026-09-26, 09-28, 10-01); deskriptiv, ohne Strategietest.
- Boyarchenko/Larsen/Whelan, Overnight Drift (NY Fed SR 917): Dublette. Fenster liegt außerhalb der Session 09:00–20:00 Berlin; nicht baubar.
- Harju/Hussain (Hanken 2006), Guevara Hidalgo (arXiv 1501.05176, CAC 40): Alt (über 12 Monate), Ereignis- bzw. Formstudien ohne Handelsregel. Der Befund "US-Open hebt die Vola in Europa" ist plausibel, bleibt aber ein Zeitfenster-Hinweis, kein Fund.
- Jump-/Bipower-Variation (Dette/Golosnoy/Kellermann 2016; Signed-Jump-Prognosepapier 2017): Reine Prognose- bzw. Schätzmethodik, kein Tradingtest. Im Digest existieren bereits
dax_jump_deseason_filter(PF 1,04) unddax_late_drift_jump_gate(PF 1,23) als Baustein-Tests; ohne neuen Mechanismus kein Fund.
Eigene Einschätzung
Die Suchmaschine liefert für 2026 kaum neue Primärliteratur zu Intraday-Index-Regeln; die Treffer wiederholen die Vortage. Das ist ein Datum zur Quellenlage, kein Urteil über die Themen. Die frei-explorative Suche (Jump-/Bipower-Filter, europäische Saisonalität) ging bewusst abseits der Digest-Schwerpunkte, brachte aber ebenfalls nur Schätz- und Ereignisstudien. Keine Backtest-Prognose, da kein Fund vorliegt.
Durchsuchte Queries
- "arXiv 2026 intraday index futures strategy half-hour momentum OR reversal volatility regime out-of-sample transaction costs" (frei)
- "intraday seasonality European equity index close-to-open overnight lunchtime returns 2026 paper DAX Euro Stoxx" (frei, Europa)
- "intraday trading rule index futures bipower variation OR jump OR signed jump filter profitable strategy 2026 arXiv q-fin.TR" (frei-explorativ, abseits der Erfahrungslage)
Dedupe: Greps über alle Logs (Semivarianz, SSRN-ID 6847024, Harbourfront-Substack) und Lektüre von Log 2026-10-16 sowie der Digest-Familienübersicht.
Einzeiler (kein Fund)
- Harbourfront-Quant-Substack, "Breaking Down the Volatility Risk Premium: Overnight vs. Intraday" (Tier 2): Optionsprämie/Overnight, nicht aus einer Indexzeitreihe baubar und außerhalb der Session; nicht vertieft.
- TradingView-/LuxAlgo-Jump-Detektoren: Tier 3 bzw. Marketing, ignoriert.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen an eine KI in den Webinhalten gefunden.
Weiterer Lauf 11:56
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Alle vier Suchen lieferten nur Treffer, die in früheren Logs schon geprüft wurden, oder Quellen ohne DAX-Bezug und ohne baubare Regel. Es gibt keinen Abschnitt für einen Neufund, weil keine Quelle als Bau-Grundlage taugt.
Geprüfte Treffer (keine Neufunde)
| Treffer | Quelle / Tier | Bewertung |
|---|---|---|
| "The Disappearing Overnight Drift" (Boyarchenko/Larsen/Whelan), Liberty Street Economics, 01.07.2026, https://libertystreeteconomics.newyorkfed.org/2026/07/the-disappearing-overnight-drift/ | Notenbank-Blog, kein Peer-Review (Tier-1-Umfeld, aber Blogpost) | Dublette: das Thema steht in den Logs vom 05.10., 08.10., 15.10. und 16.10. Die Quelle selbst ist nicht baubar, weil das Fenster 02:00–03:00 ET (08:00–09:00 Berlin) vor dem Entry-Floor 09:00 liegt. |
| Martins/Virbickaitė/Nguyen/Lopes, "Volume-driven time-of-day effects in intraday volatility models", Örebro WP 2025:14, https://ideas.repec.org/p/hhs/oruesi/2025_014.html | Working Paper, Tier 1 | Dublette: bereits in den Logs vom 16.07., 23.07. und 08.10. geführt. Die RePEc-Seite nennt keine konkreten Sharpe-Zahlen. |
| Mesfin, arXiv 2605.04004 (MNQ, 14 Signalfamilien, 947 Tage 5-Min-Daten) | arXiv, Tier 1 | Dublette: bereits am 08.07., 24.08. und 23.09. geführt. Das Paper ist eine Negativstudie und kein baubares Signal. |
| Hu/Zhang, arXiv 2505.17388 (Order-Flow-Imbalance, CSI 300) | arXiv, Tier 1 | Dublette: bereits am 12.06., 17.08. und 09.10. geführt. Ohne Orderbuch-Daten nicht baubar. |
Einordnung gegen das empirische Gedächtnis
- Mesfin (2605.04004) ist ein Datenpunkt gegen Entry-Edge. Elf von 14 Familien scheitern, weil der Bruttoertrag (0.07–1.50 Pkt) unter dem Kostenboden von 2.0 Pkt liegt. Das passt zum Digest: Opening Range Breakout (Ø PF 0.93 über 5 Builds), Mean Reversion (Ø PF 1.00 über 48 Builds) und Momentum (Ø PF 1.06 über 11 Builds) liegen um die Kostengrenze. Erfolge im Digest gibt es fast nur bei Bausteinen mit Regime-Gate oder Exit-Lab.
- Overnight-Drift-Mechanismus: Er hängt an der Dispersion der Closing-Imbalances (relative signed volume, SD 6.5 % → 2.9 %). Das ist ein Flow-Mechanismus mit US-Futures-Struktur, den die einzelne DAX-Zeitreihe nicht abbildet.
dax_overnight_close_signal(PF 1.42, n=25, Placebo-Rang 0.65) unddax_closing_auction_pressure_reversal(PF 0.72) zeigen im Digest keinen Edge. Eine Prognose für einen neuen Bau ergäbe sich nur mit einem neuen Mechanismus-Twist, und den liefert die Quelle nicht.
Eigene Einschätzung (Hypothese für den Auto-Build)
Neue Entry-Familien auf OHLCV-Basis werden im Warchhold-Backtest voraussichtlich weiter an der Kostenseite scheitern (Ø PF ≈ 1.0). Wahrscheinlicher tragen Regime-Gates und Exit-Bausteine auf Referenzen, die schon positiv sind (Squeeze-Release, PDH/PDL-Fade). Das ist aber eine Erwartung aus dem Digest und keine Prognose zu einer heute gefundenen Quelle. Placebo-Ränge im Digest liegen oft nur bei 0.65–0.85, das heißt, viele Gate-Gewinne sind von Zufalls-Timing schwer zu trennen.
Einzeiler (kein Fund)
- Yu/Rentzler (2004), "Can Simple Buy and Sell Rules Increase Index Future Day Trading Profitability?", JOIM, https://joim.com/can-simple-buy-sell-rules-increase-index-future-day-trading-profitability: alt, 2004 und ohne DAX-Stichprobe; nicht geprüft und nicht als Fund geführt.
- TradingView-Essays zu "Stop-Loss Strategies in Retail Trading": Tier 3, Zahlen (Drawdown −45–65 %) ohne verifizierbare Quellen; ignoriert.
- Fraunhofer/FAU-Arbeitspapier zu DAX- und Bund-Realized-Volatility: Daten nur aus dem ersten Halbjahr 2014 und nur Vola-Modellierung; nicht geprüft.
- Mannheim-Diskussionspapier zu DAX-Reaktionen auf Konjunkturprognosen: Reaktion 15 s nach der Meldung, also unterhalb der 1-Min-Auflösung; nicht baubar.
Durchsuchte Queries
intraday index futures overnight-to-open gap order flow imbalance arXiv 2026 q-fin trading strategy(freie Suche)intraday momentum realized volatility time-of-day DAX OR Euro Stoxx futures 2026 paperarXiv 2026 intraday stop-loss OR exit rule equity index futures out-of-sample "transaction costs" new method q-fin.TR(bewusst freie Suche zu Exit-Systemen)European index futures Eurex FDAX intraday return predictability ECB announcement OR US macro release 2026 working paper
Gelesen wurden zusätzlich die RePEc-Seite von Martins et al., die Seite des NY-Fed-Blogs und das arXiv-Abstract 2605.04004. Der Dedupe lief per Grep über research-log/ und results_digest.md.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Fremdtexten gefunden. Die Websuche lieferte keine 2026er Veröffentlichung speziell zu FDAX/DAX-Intraday. Dieser Befund beruht nur auf den vier Standard-Suchen und schließt eine solche Veröffentlichung nicht aus.
Weiterer Lauf 17:56
Literatur-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Die Suchen (Negativstudie zu Intraday-Signalen, Overnight-/Intraday-Zerlegung, Regime-Filter) lieferten entweder Dubletten, nicht baubare Beschreibungen ohne Handelsregel oder Praktikermaterial ohne offengelegte Methodik. Die Overnight-→Intraday-Familie ist im Digest mit 14 Gap-Fade-Baustein-Tests bereits sehr dicht abgedeckt.
Geprüfte Treffer (kein Neufund)
- Mesfin, MNQ-Negativstudie (arXiv 2605.11423, Mai 2026, rev. Juli 2026, Tier 1): Dublette (u. a. 2026-10-16). 14 Signalfamilien auf 5m-MNQ 2021–2025, Walk-forward, fixe 2-Punkte-Kosten, keine Familie besteht alle Kriterien. Methodisch das Ehrlichste, was die Suche fand: Es bestätigt unsere eigene Digest-Erfahrung, dass bei realistischen Kosten kaum etwas übrig bleibt. Keine Regel, nicht baubar.
- Forecast-to-Fill (arXiv 2511.08571, Gold-Futures 2015–2025): Kein Aktienindex. Die Sharpe-Angabe kollabiert laut Snippet bei doppelten Kosten gegen null. Das ist ein Kostenfragilitäts-Signal, kein Fund. Nicht baubar.
- Interpretable Systematic Risk around the Clock (arXiv 2604.13458): Dublette. Beschreibende Overnight-/Intraday-Jump-Zerlegung auf 15m-E-mini, keine Handelsregel, Overnight außerhalb unserer Session.
- SMU-Seminar 13.04.2026 (Shi, Macquarie), Overnight-Rendite wirkt über Momentum- und sprunggetriebenen Reversal-Kanal auf Intraday: Nur Seminarankündigung, kein Paper auffindbar (Verifikationslücke). Verwandte Literatur: Lou/Polk/Skouras „Tug of War" und Barardehi/Bogousslavsky/Muravyev (Aktien-Querschnitt, Tagesdaten). Mechanismus plausibel (Nachrichten über Nacht vs. Handelsflow am Tag), aber die DAX-Umsetzung ist im Kern Gap Fade/Follow, Varianten davon sind im Digest vielfach getestet (siehe unten). Als Fund nicht geführt.
- Hang-Seng-Filter-Trading (Studies in Economics and Finance 2019, Emerald): Range-basierte realisierte Vola sagt Filter-Rule-Profit besser voraus als Return-basierte Vola; optimale Filtergröße steigt mit der Vola. Alt (>12 Monate), Paywall, nur Snippet. Als Einzeiler: Hinweis auf vola-skalierte Schwellen, ähnliche Konzepte (ATR-Skalierung) sind im System Standard.
- Tier 3 (TradingView-Skripte „Intraday Regime Classifier", „Institutional ADR Regime System"): Methodik nicht offengelegt, ignoriert.
Einordnung gegen das empirische Gedächtnis
Digest-Zeilen zur Gap-Familie: dax_overnight_gap_fade hat 14 Baustein-Tests, davon verbessern nur Regime-/Größen-/Close-Location-Gates (dax_gap_fade_regime_gate, dax_gap_close_location_gate); Exit-Bausteine (Hold-to-Cut, Exit-Lab, Scale-out, MFE-Giveback) bringen durchweg keinen Mehrwert, dax_weekend_gap_continuation (PF 0,16) und dax_expiry_gap_mom (PF 0,74) scheiterten klar. Hypothese für jede neue Overnight→Intraday-Idee: Der Gate-Nutzen liegt in der Zustandsselektion, nicht im Mechanismus „Overnight-Kanal" selbst; ein Momentum-Kanal-Twist (Gap-Follow bei Nachrichten-Gap) ist durch dax_news_residual_gap_gate und dax_gap_sign_asym_gate weitgehend abgedeckt. Neuer Build lohnt erst, wenn eine Quelle mit überprüfbarer Regel und Out-of-Sample auf Indexdaten vorliegt.
Durchsuchte Queries
- „intraday index futures strategy arXiv 2026 q-fin out-of-sample transaction costs" (frei)
- „intraday volatility timing overnight return decomposition index futures 2026 paper" (frei)
- „Anatomy of asset returns overnight returns affect intraday returns momentum channel jump reversal channel" (Nachverfolgung des Seminarhinweises, ohne Paper-Treffer)
- „intraday regime filter realized volatility range days trend days classification index futures strategy 2026 blog backtest methodology" (frei-explorativ, Regime-Filter, bewusst abseits arXiv)
Dedupe: Research-Log per Grep auf Titel/Mechanismus des Seminars geprüft (keine Treffer); Digest per Grep auf Overnight/Gap.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen in Webinhalten gefunden.
Empirie-Research-Log 2026-10-17 — Keine qualifizierten Muster
Kurzfazit. Snapshot 2026-10-17 (Discovery 2026-03-17 bis 2026-08-29, 114 Tage, 43 Buckets, Bonferroni-Schwelle |t| ≈ 4,1; Holdout ab 2026-08-30 gesperrt): Kein direktionaler Bucket erreicht die Schwelle. Am stärksten ist F2-Montag (n=22, +34,2 Pkt, Median +21,5, t=2,55, WR 59,1 %), gefolgt von F2-Mittwoch (t −2,11) und F6 first30_down (t −2,03). Bei 43 Tests sind ~2 Zufalls-Signifikanzen mit |t| > 2 zu erwarten, hier sind es drei. Ergebnis: 0 Funde.
Alle Familien wurden aus den heutigen Zahlen neu bewertet. Gegenüber dem Vortag ist ein Discovery-Tag hinzugekommen. Die Kennzahlen sind praktisch unverändert, neue Evidenz entsteht dadurch nicht.
Warum heute nichts qualifiziert
- Signifikanz. Max. direktionales |t| = 2,55 (F2 Mo), weit unter 4,1 und mit dem Zufallsbild bei 43 Tests vereinbar.
- Dedupe. Die Kandidaten mit Mechanismus (Mo/Di-Eröffnungsstunde, first30_down → Spät-Short, Hochvola-First30-Momentum, Gap-Familie) sind laut Vortags-Logs bereits gebaut. Eine substanziell andere Challenger-Regel ist aus den Zahlen nicht ableitbar.
- Kein Situationstreiber. F8 (Vortags-Vola) zeigt |t| ≤ 1,43. Der Unterschied beim First30-Momentum (hochvol +17,8 Pkt, WR 62,5 % vs. niedrigvol +0,9 Pkt) ist statistisch nicht trennbar, das Gate existiert bereits.
- Digest-Abgleich. Der Digest enthält keinen Regime-Split, der ein heutiges Muster unabhängig stützt. Montags-Builds sind uneinheitlich (2026-10-01 Freitags-bedingte Montags-Fortsetzung: PF 0,14, n=10; 2026-07-11 Gap-Fade-Montags-Gate: n=11, PF 4,4, zu klein). Zum Mittwoch-Effekt gibt es keinen Beleg.
Nicht qualifizierte Muster (je ein Verwerfungsgrund)
- F1_tageszeit_drift_30min: max |t| 1,70 (11:00, Median +7,7, WR 59,6 %), weit unter der Schwelle; 12:00 hat Std 103, ausreißeranfällig; übrige |t| < 1,2.
- F2 Mo/Di (t 2,55/1,41, konsistent): Dubletten der Eröffnungsstunden-Strategien, unter Bonferroni.
- F2 Mi (−35,0, Median −26,1, t −2,11, WR 25 %): mechanismus-frei, nur beobachtet, nicht baubar.
- F2 Do/Fr: |t| < 0,8, Rauschen.
- F3_overnight_gap_quintile: max |t| 1,18, nicht monoton, Mean/Median-Konflikt bei Q2; Gap-Familie mehrfach gebaut.
- F4 heutige_range: t 8–13 sind trivial (positive Größe gegen 0 getestet), kein Handelssignal.
- F4 heutiger_drift: |t| ≤ 1,68, nicht monoton, ohne Mechanismus.
- F5_first_hour_breakout_persistenz: |t| ≤ 0,41, Mean/Median-Konflikt; kein_breakout thin (n=8).
- F6 first30_down (−18,6, t −2,03, WR 35,7 %): konsistent, aber bereits gebaut, unter Bonferroni.
- F6 first30_up: t 0,02, kein Signal.
- F7_vormittag_nachmittag_persistenz: |t| ≤ 0,5, weder Persistenz noch Reversal.
- F8_situations_splits_vola_regime: alle |t| ≤ 1,43, Dubletten bestehender Gates.
Memory-Hygiene
Kein Digest-Ergebnis widerlegt oder präzisiert einen Index-Eintrag; es gibt keine „nie bauen"-Formulierungen und keine echten Duplikate. 0 Änderungen.
Klassik-Literatur-Research — Samstag, 2026-10-17
Kurzfazit: Der Klassik-Track ist weitgehend gesättigt (über 100 Funde in den Vorläufer-Logs: Kalender-, Eröffnungs-, Reversal-, Momentum-, Stop- und Vola-Gate-Familien sind abgedeckt). Dieser freie Samstagslauf liefert einen Fund, das Montags-Verlust-konditionierte „Turnaround-Tuesday"-Gate. Es ist ein schwacher, aber baubarer Baustein mit ausdrücklich niedriger Erwartung. Zusätzlich gibt es einen Falsifikations-Anker (MacKinlay/Ramaswamy 1988, nicht baubar).
Durchsuchte Queries: (1) „Turnaround Tuesday effect … academic study", (2) „MacKinlay Ramaswamy 1988 index-futures arbitrage … basis". Vorher: Sammel-Dedupe-Greps über alle Classic-Logs (Fund-Überschriften, Gap/Bollinger/VWAP/HAR/Hawkes/Triple-Barrier/Renko/Gann/Basis/Turnaround). Volltexte waren nicht abrufbar. Die Aussagen stützen sich auf Abstracts und Snippets, das ist als Verifikationslücke vermerkt.
Fund 1 — Turnaround-Tuesday: Montags-Verlust-konditioniertes Dienstags-Long-Gate (Typ: Baustein, Filter)
- Quelle (Tier 2): Meta-Analyse zum Day-of-the-Week-Effekt, Springer, 2024: https://link.springer.com/article/10.1007/s40822-024-00293-9. Ergänzend: Calendar-effects-Überblick (MMU e-space, https://e-space.mmu.ac.uk/620101/1/calendar_effects.pdf) und Replikationsdebatte zu Montag/Dienstag-Schwäche (Dienstag-Effekt, Applied Economics Letters 2006, https://ideas.repec.org/a/taf/apeclt/v13y2006i14p891-898.html). Die „Bounce nach −1,5 % Montag"-Zahlen stammen aus einem Trader-Blog (Schaeffer's 2021, Tier 3) und dienen nur als Einzeiler-Hinweis, nicht als Evidenz.
- Markt/Timeframe der Studien: Tagesrenditen diverser Aktienindizes, 1980er bis 2020er.
- Regel-Skizze: Wenn der Vortag (Montag) einen Close-to-Close-Verlust von mindestens x % hatte (x per Vola-Perzentil statt fester Zahl, z. B. unterstes Dezil der Montags-Renditen), erlaube am Dienstag nur Long-Entries der bestehenden Mean-Reversion-Referenz (HMR) und blocke Shorts. Entry-Floor 09:00, Hard-Cut 20:00 Berlin. Das Gate trägt selbst keine Uhrzeiten. Der Slot/Spec liefert sie.
- Daten/Umsetzbarkeit: Tagesabschluss des Vortags aus der 1m-Serie der einen Indexzeitreihe. Eine Position, Spread ≤ 3,5 p. Baubar.
- baubar: ja (als Overlay auf die HMR-Mean-Reversion-Familie, A/B Referenz pur vs. Referenz + Gate).
Kritische Würdigung
- Glaubwürdigkeit & Alter: Die Meta-Analyse (2024) berichtet, dass Montag und Dienstag im Schnitt niedrigere Renditen haben, stärker in den 1980ern/1990ern, stark index- und ausreißerabhängig. Das ist ein Replikationskrisen-Befund und stützt eher „Dienstag ist schwach" als „Dienstag springt an". Ein Dienstags-Bounce nach Montags-Verlust ist akademisch dünn belegt. Er stammt im Kern aus Trader-Auswertungen mit kurzer Stichprobe (seit 2010). Decay ist die Default-Annahme.
- Ökonomischer Mechanismus: Schwach. Denkbar sind Montags-Überreaktion/Stimmung mit Liquiditätsabfluss und Dienstags-Normalisierung (Inventar-/Immediacy-Prämie, siehe Grossman/Miller-Fund vom 2026-08-14). Das ist ein Reversal-Mechanismus, kein eigener Kalender-Edge. Ein eigener Wochentags-Treiber fehlt.
- Situationsanalyse: Trägt, wenn der Montags-Verlust ohne harte Nachricht entstand (Überreaktion). Er trägt nicht bei News-getriebenen Abverkäufen (Trend-Fortsetzung) und nicht in Hochvola-Regimen mit Momentum-Crash-Charakter (vgl. Daniel/Moskowitz-Fund vom 2026-10-14).
- Übertragbarkeit DAX: Der DAX-Montag enthält den US-Freitagsabend- und Asien-Impact, der Dienstag hat die gleiche Xetra-Struktur. Es gibt keine strukturelle Hürde, aber ebenso keinen strukturellen Treiber. Effektstärke wahrscheinlich kleiner als der Spread.
- Bias-Risiken: Starkes Multiple-Testing (Wochentag × Schwelle × Richtung) und Data-Snooping. Kleine Zellgröße, weil nur wenige Montage extrem sind (ca. 5–10 % der Montage).
- DAX-Backtest-Prognose (Hypothese): Wenige Trades (grob 10–25 pro Jahr), Gate-Effekt auf die Referenz marginal bis nicht signifikant. Erwartet: Fail oder neutral. Falls es hilft, dann über das Blocken von Dienstags-Shorts nach Montags-Crash und nicht über neue Long-Trades. Vgl. Digest-Befunde zu Kalender-Gates: Wochentags-Zellen tragen selten robust.
- Urteil: Fragwürdig, wahrscheinlich Artefakt/arbitriert. Als billiger A/B-Test aber legitim. Die Empirie soll entscheiden.
Weitere Einzeiler
- MacKinlay/Ramaswamy 1988 (RFS 1(2), 137–158, Tier 1, Falsifikations-Anker): Futures-Index-Basis-Mean-Reversion und Excess-Variability. baubar: nein. Es braucht Cash- und Futures-Serie (Mehr-Asset) und Index-Stale-Quote-Korrektur, die Basis ist nicht aus einer einzelnen Zeitreihe ableitbar. Quelle: https://academicnewsletter.sufe.edu.cn/info/355992 (nur Abstract gelesen).
- Schaeffer's Research 2021 (Tier 3): „Turnaround-Tuesday"-Statistik. Nur Einzeiler, nicht als Fund verwendbar.
- Fremdtext-Auffälligkeiten: Keine Anweisungen an KI in den Fundstellen entdeckt.
Weiterer Lauf 01:51
Klassik-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche + Wiederaufnahme offener Threads)
Kurzfazit: Die Standardliteratur ist nach Dedupe über alle Klassik-Logs (Juni–Oktober 2026) weitgehend abgedeckt. Ein Fund bleibt: die Zerlegung des LeBaron-Effekts in erwartete und unerwartete Volatilität (Bianco/Renò 2006, 2009; Bianco/Corsi/Renò 2009). Sie dreht das bisher geführte Vorzeichen-Schema, nach dem hohe Vola Reversal bedeutet, für den Teil „unerwartete Vola" um. Das ist ein neuer Mechanismus-Twist für die im Digest gescheiterte LeBaron-Familie.
Fund 2 — Unerwartete Volatilität statt Vola-Niveau: Intraday-Autokorrelation-Schalter (Bianco/Renò 2006; Bianco/Corsi/Renò 2009, PNAS) — Typ: Baustein (Filter)
Extraktion
- Quellen (Tier 1):
- Bianco/Renò, Dynamics of intraday serial correlation in the Italian futures market, Journal of Futures Markets 26(1), 2006, S. 61–84. Abstract: https://ideas.repec.org/a/wly/jfutmk/v26y2006i1p61-84.html
- Bianco/Corsi/Renò, Intraday LeBaron effects, PNAS 106(28), 2009, S. 11439–11443.
- Preprint: https://arxiv.org/abs/0810.4912 (Bianco/Renò, in Quantitative Finance 2009 veröffentlicht als Unexpected volatility and intraday serial correlation).
- Markt und Timeframe: FIB30-Futures 2000–2002 (Italien, hochfrequent) bzw. S&P-500-Futures 1993–2001 (Transaktionsdaten, Intraday-Skalen).
- Kernbefund: Die Intraday-Serienkorrelation ist negativ mit der erwarteten Vola (Prognose aus einem HAR-artigen Realized-Vola-Modell) korreliert. Das ist die klassische LeBaron-Richtung. Mit der unerwarteten Vola, also dem Residuum zur Prognose, ist sie positiv korreliert. Unerwartete Vola-Schübe erzeugen also Fortsetzung.
- Regel-Skizze für DAX:
- Auf 1m-Bars ein deseasonalisiertes Vola-Mass berechnen (z. B. 5m-Realized-Range gegen Tageszeit-Median). Dazu die Prognose aus dem Mittel der letzten Tage/Stunden bilden (HAR-light: Tages-, Wochen- und Stunden-Komponente).
- Überraschung = Ist-Vola der letzten N Minuten ÷ Prognose.
- Überraschung hoch (z. B. oberes Quintil) und gerichteter Impuls: Fortsetzung in Impulsrichtung zulassen und Fade-Entries sperren.
- Prognostizierte Vola hoch, Überraschung klein: Fade/Reversal zulassen.
- Alles andere: neutral, kein Entry.
- Daten: eine Index-Zeitreihe, 1m reicht. Session 09:00–20:00 ist kompatibel. Eine Position, Spread ≤ 3.5 p. Die Berechnung braucht nur Vorwärts-Fenster, damit kein Lookahead entsteht.
- baubar: ja (als Overlay auf
dax_uncertain_info_reversalbzw.dax_lebaron_vol_regimebzw. die hull_suite-Momentum-Familie) als A/B-Test: Referenz pur gegen Referenz + Überraschungs-Schalter.
Kritische Würdigung
- Glaubwürdigkeit und Alter: Stichproben sind groß (Jahre an Transaktionsdaten), aber alt (1993–2002). Es gibt eine Replikation auf zwei Märkten (Italien, USA) durch dieselben Autoren. Unabhängige OOS-Replikationen nach 2010 habe ich in dieser Recherche nicht gefunden. Das ist eine Verifikationslücke. Der Volltext war nicht abrufbar, die Angaben stammen aus Abstracts, RePEc/Repository-Metadaten und dem Preprint-Titel. Das Kostenmodell der Originale ist Futures-Mid/Trade-Preis ohne Spread. Die Studien messen Autokorrelation, keine handelbare Rendite.
- Ökonomischer Mechanismus: Chan (1993)-Modell: Marktmacher können unerwartete Informationsschübe nicht sofort in den Preis einarbeiten und bei hoher Unsicherheit schleppt sich die Anpassung (positive Autokorrelation). Bei erwartbar hoher Vola (Terminnachrichten, bekannter Stress) dominiert dagegen Inventar-/Liquiditätsdruck, und es kommt Reversal. Der Mechanismus ist ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem reinen Vola-Niveau-Schalter. Er ist plausibel und nicht bloß Data-Mining.
- Situationsanalyse: Trägt vermutlich bei überraschenden Impulsen auf ruhigem Vorlauf, etwa unerwarteten Nachrichten oder einem scharfen Break aus einer Range. Bei bekannten Termin-Fenstern (EZB, US-Daten um 14:30/16:00) ist die Vola erwartet, und dort wäre eher Fade-Seite zu erwarten. Der Effekt liegt im Original auf Minuten- bis 20-Minuten-Skalen. Auf 1m-CFD mit Spread kann er im Rauschen verschwinden.
- Übertragbarkeit auf DAX heute: Die Futures-Messung stützt sich auf Transaktionsdaten. Der DAX-CFD ist eine Single-Series mit ähnlichem Aufbau wie ein Index-Future, das passt strukturell. Offen ist, ob der Effekt bei heutigen Algo-Marktmachern noch besteht. Die italienische Teilstichprobe (weniger liquide) zeigt den Effekt stärker als die US-Daten, was für Decay bei hoher Liquidität spricht. Der DAX liegt dazwischen.
- Bias-Risiken: (1) Multiple Testing bei der Wahl von Prognosemodell, Fenster und Quantilschwelle; (2) Parameterzahl (Vola-Fenster, Schwelle, Haltedauer), also Overfitting-Gefahr; (3) Prognosemodell muss strikt rückwärts gerechnet sein; (4) Bid-Ask-Bounce unter 20 Minuten kann in Rohdaten Autokorrelation verzerren, daher 5m-Aggregation statt Tick-Ebene verwenden.
- DAX-Backtest-Prognose (Hypothese): Als eigenständige Strategie schwach (PF um 1.0, Kosten fressen den kleinen Edge). Als A/B-Gate auf die gescheiterte LeBaron-Familie (Digest 2026-07-02, bester Trial PF 0.972, n=228, Niedrig-Vola-Momentum) erwarte ich eine leichte Verbesserung durch das Weglassen von Fade-Trades in Überraschungs-Schüben, aber keinen Sprung über PF 1.1. Auf das Uncertain-Info-Reversal (Digest: der Corwin/Schultz-Spread-Gate brachte PF 0.94 → 1.10, das French/Roll-Varianz-Ratio-Gate verschlechterte auf 0.93) könnte das Gate fehlerhafte Fades in Vola-Schüben herausfiltern, weil die Vola-Schock-Reversal-Logik gerade bei unerwarteten Schüben fadet. Das ist der Punkt, an dem die Hypothese am schärfsten prüfbar ist: Wenn Bianco/Renò stimmt, sollte Reversal bei hoher Überraschung schlechter sein als bei hohem Niveau.
- Urteil: fragwürdig bis vielversprechend als Baustein. Der Mechanismus ist begründet und neu gegenüber den bisherigen Vola-Niveau-Schaltern, aber die Evidenz ist alt und liquiditätsabhängig.
Durchsuchte Quellen / Queries
- Dedupe-Grep der
## Fund-Überschriften über alle Klassik-Logs (Juni–Oktober 2026). Ergebnis: Breakout, Reversal, Momentum, Kalender, Vola, Mikrostruktur und Exit-Klassiker sind vielfach geführt. - WebSearch: Intraday-Autokorrelation von Indexfutures, bedingt auf Volumen/Overnight-Range. Treffer: Ahn/Boudoukh/Richardson/Whitelaw 1999 (NYU-Working-Paper; Spot-Futures-Autokorrelationsunterschied, Lead-Lag/Querschnitt, daher nicht baubar), JFQA-Artikel zu 5-Minuten-Lead-Lag (Autoren nicht verifiziert, Lead-Lag = Mehr-Asset), Bianco/Renò 2006.
- WebSearch auf Bianco/Renò 2006 und Bianco/Corsi/Renò 2009 zur Verifikation von Journal, Jahr und Befund. Das war die frei-explorative Suche gegen die Erfahrungslage (die LeBaron-Familie hat im Digest bisher nicht überzeugt, der neue Blickwinkel ist die Zerlegung in erwartet/unerwartet).
Einzeiler (Varianten / Anker, keine Neufunde)
- Ahn/Boudoukh/Richardson/Whitelaw 1999 (NYU FIN-99-040, Tier 2): Autokorrelationslücke Spot-Futures, größer bei niedrigem Volumen. Mikrostruktur-/Querschnittsbefund, baubar: nein.
- Bianco/Renò 2006: Autokorrelation unter 20 Minuten überwiegend negativ durch Bid-Ask-Bounce. Bestätigt die bekannten Kostenartefakte, baubar: nein (Dedupe-Anker zu Roll).
Auffälligkeiten / Prozess
- Keine Anweisungen an eine KI in den Suchergebnissen gefunden.
- Verifikationslücke: Volltexte nicht gelesen, Kerninhalt aus Abstracts und Repository-Metadaten rekonstruiert.
- Ein WebFetch-Aufruf auf eine Platzhalter-arXiv-URL (404) war ein Fehlgriff meinerseits und hat keine Information geliefert.
Weiterer Lauf 04:21
Klassik-Research 2026-10-17 (Samstag — freie Suche + Wiederaufnahme offener Threads)
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Der offene Thread der Vortage (Randjournale, europäische Börsenstudien, Replikationen) lieferte keine Tier-1/2-Quelle, die eine einzelne DAX-Zeitreihe intraday testet und noch nicht im Log steht. Der einzige neue Ansatz dieses Laufs (Bianco/Corsi/Renò, Überraschungs-Volatilität) wurde laut Digest heute bereits gebaut und getestet, also kein Fund.
Zugriffs-Vermerk: Die Aussagen zu LeBaron und Bianco/Corsi/Renò stützen sich auf Suchtreffer und den arXiv-HTML-Volltext (ar5iv) von Bianco/Corsi/Renò. Die Gurgul/Syrek-, Goodfellow- und Hussain-Angaben stammen nur aus Suchsnippets (Abstract-Ebene). Stichprobengrößen dieser drei habe ich nicht geprüft.
Digest-Bezug (3b)
Im results_digest.md steht für 2026-10-17 bereits dax_uir_unexpected_vola_gate (Bianco/Renò Überraschungs-Volatilitäts-Gate auf Uncertain-Info Vola-Schock-Reversal). Das Verdikt ist baustein_ohne_mehrwert, A/B-PF 0.9334 → 0.8333. Die Schwesterfamilie dax_uir_variance_ratio_gate (French/Roll) liegt bei PF 0.9522 → 0.9301, ebenfalls ohne Mehrwert. Zwei Autokorrelations-Regime-Gates auf dieselbe Referenz sind damit gescheitert. Ein drittes Gate derselben Idee wäre ohne neuen Mechanismus-Twist nicht begründbar.
Dedupe-Ergebnis
| Kandidat | Quelle | Bereits geführt in |
|---|---|---|
| LeBaron-Effekt (Autokorrelation sinkt mit Volatilität) | LeBaron 1992, Journal of Business 65(2), 199–219 | 2026-09-04-classic, 2026-09-22-classic |
| Erwartete vs. unerwartete Volatilität und Serienkorrelation | Bianco/Corsi/Renò, S&P-500-Futures 1993–2007, 5-Minuten-Daten (arXiv 0810.4912) | Digest 2026-10-17: bereits getestet, kein Mehrwert |
| Variance-Ratio-Familie | Lo/MacKinlay 1988 | 2026-08-11, 2026-09-05, 2026-10-13 |
| Intraday-U-Muster Volumen/Volatilität | Admati/Pfleiderer 1988 | Familie McInish/Wood, Foster/Viswanathan: mehrfach geführt |
Durchsuchte Quellen / Queries
- LeBaron 1992 (https://ideas.repec.org/a/ucp/jnlbus/v65y1992i2p199-219.html, Tier 1, 1992): Serienkorrelation täglicher und wöchentlicher Renditen fällt in Phasen hoher Volatilität. Dublette.
- Bianco/Corsi/Renò, „Serial correlation and heterogeneous volatility in financial markets: beyond the LeBaron effect" (https://arxiv.org/abs/0810.4912, Tier 2, 2008): Erwartete Volatilität (HAR-Fit) hängt negativ mit der Serienkorrelation zusammen, überraschende Volatilität positiv. Das Bestimmtheitsmaß liegt meist unter 5 %. Die Autoren geben keine Handelsimplikation an. Der Digest zeigt, dass das Gate als Baustein auf DAX nichts bringt. Das passt zur schwachen Erklärungskraft.
- Freie Explorations-Suche (bewusst gegen die Erfahrungslage): DAX/Xetra-Intraday-Muster in Randjournalen. Treffer waren Gurgul/Syrek 2017 (Management, AGH), Goodfellow/Schiereck/Verrier 2010 (Journal of Trading, Xetra-Kleinwerte, höchste Handelskosten in den ersten 30 Minuten nach der Eröffnung) und Hussain 2011 (Int. Journal of Economics and Finance, DAX30 Spread/Volumen/Volatilität). Das sind deskriptive Kosten- und Muster-Studien ohne Entry-Regel. Sie bestätigen nur die bekannte Open-Kostenspitze (Dedupe-Anker zu Foster/Viswanathan, Spread-Limit 3.5p). Kein Fund.
Einzeiler (keine Neufunde)
- Goodfellow/Schiereck/Verrier 2010 (Tier 2, Xetra): hohe Kosten in den ersten 30 Minuten. Stützt allenfalls die Kosten-Begründung eines späteren Entry-Floors, aber nicht als eigener Baustein, weil der Floor ohnehin bei 09:00 liegt.
- Gurgul/Syrek 2017: Tier 2, deskriptiv (Flexible-Fourier-Form-Muster), DAX-Einzelwerte im Querschnitt, nicht baubar als Entry.
- Hussain 2011: deskriptiv, Tier 2, ohne handelbare Regel.
Prozess-Auffälligkeiten
- Keine Anweisungen an eine KI in den abgerufenen Webinhalten gefunden.
- Verifikationslücke: Die drei Randjournal-Studien wurden nur über Snippets gesehen.
- Ich habe keinen Fund konstruiert, nur um die Datei zu füllen. Unbeackert bleiben allenfalls EconLit/JSTOR-Direktsuchen nach deutschsprachigen Eurex-Mikrostruktur-Arbeiten vor 2005.
Weiterer Lauf 05:54
Klassik-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche + Wiederaufnahme offener Threads)
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Der Dedupe über alle Klassik-Logs (Juni–Oktober 2026, rund 200 Fund-Überschriften) zeigt, dass alle in diesem Lauf geprüften Kandidaten bereits geführt sind. Es wurde bewusst kein Fund konstruiert, nur um eine Lücke zu füllen.
Durchsuchte Quellen / Queries
- Intraday-Momentum: First-Half-Hour → Last-Half-Hour (Gao/Han/Li/Zhou, Journal of Financial Economics 2018, DOI 10.1016/j.jfineco.2018.05.009, Tier 1; Alpha Architect als Sekundärquelle).
- Befund laut Abstract: Die Rendite der ersten halben Stunde (gemessen ab dem Vortagesschluss) sagt die Rendite der letzten halben Stunde voraus. Der Effekt ist stärker an volatilen Tagen, Tagen mit hohem Volumen, in Rezessionen und an Makro-Nachrichtentagen. Er zeigt sich auch bei zwei internationalen Index-Futures.
- Dublette: In
2026-10-07(Fund 8) und2026-10-09(Fund 1) bereits geführt. Zusätzlich liegt das Schlussfenster der US-Studien am US-Close und damit außerhalb der 20:00-Grenze.
- Xetra-Volatilitätsunterbrechung (Circuit Breaker) / Preisfindung nach der Auktion (Börsen-Dokumentation Deutsche Börse und Wiener Börse; Budimir, Xetra-Intraday-Auktion).
- Es wurde keine peer-reviewte Studie gefunden, nur Börsen-Dokumentation und ein Industrie-Beitrag, der eine nicht zugängliche Frankfurter Studie zur 13:00-Intraday-Auktion zitiert. Die Quellen sind damit Tier 3.
- baubar: nein. Die Unterbrechung betrifft Einzelwerte, nicht den DAX-Index-CFD. Eine Tier-1/2-Quelle fehlt.
- Overnight-/Vortages-Rendite als Prädiktor der Folgetages-Intraday-Rendite in Index-Futures (Yu/Rentzler/Wolf, NASDAQ-100-Futures, Journal of Investment Management; NY-Fed-Analyse zum Opening-Reversal).
- Dublette: Grant/Wolf/Yu und Rentzler sind in
2026-07-07(Fund 3),2026-07-17und2026-08-11(Fund 2) geführt. Der Opening-Reversal steckt in den Amihud/Mendelson-Funden (2026-06-28,2026-08-09,2026-08-23,2026-08-30).
- Dublette: Grant/Wolf/Yu und Rentzler sind in
Dedupe-Befund
- Überschriften-Grep (
^## Fund) über alle*-classic.md: Die Themenräume Breakout/ORB, Reversal, Momentum/TSMOM, Saisonalität/Kalender, Vola-Gates, Stop-/Exit-Bausteine, TA-Validierung, Mikrostruktur, Optionsverfall und Candlestick/P&F sind belegt. - Zusatz-Grep auf Bollinger, Squeeze, Keltner, Gap-Fill und Stochastic: Alles ist entweder als Variante geführt (z. B.
2026-09-21,2026-10-10,2026-10-11) oder nur Tier-3-Material.
Einzeiler (Varianten, keine Neufunde)
- Gao/Han/Li/Zhou 2018: Variante der Intraday-Momentum-Familie, siehe oben.
- Yu/Rentzler/Wolf: Variante des Overnight-bedingten Intraday-Reversals, siehe oben.
- Xetra-Volatilitätsunterbrechung: nur Börsen-Dokumentation, Tier 3, kein Fund.
Offener Faden (kein Suchverbot)
Eine peer-reviewte Studie zu Index-Level-Effekten nach Xetra-Auktionen (Intraday-Auktion 13:00, Schlussauktion 17:30) würde einen neuen Blick lohnen. Bisher fehlt dafür eine zugängliche Tier-1/2-Quelle. Hinweis für spätere Läufe: SSRN und Journal-Titel direkt per Titelsuche abfragen.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen an eine KI in den Suchergebnissen gefunden. Das Empirie-Digest wurde nicht neu ausgewertet, da kein Fund eine DAX-Backtest-Prognose benötigte.
Weiterer Lauf 12:01
Klassik-Research 2026-10-17 (Samstag — freie Suche + Wiederaufnahme offener Threads)
Kurzfazit: Keine relevanten Neufunde. Die beiden gezielten Suchen (DAX-/Xetra-Intraday-Muster im Journal of Futures Markets, Gap-Fill und Opening-Reversal in Indexfutures) lieferten nur Dubletten oder strukturell nicht baubare Studien. Ich habe bewusst keinen Fund konstruiert.
Zugriffs-Vermerk (Transparenz): Die Aussagen stützen sich auf Suchtreffer-Zusammenfassungen (Abstract-Ebene), nicht auf Volltexte. Den results_digest.md habe ich in diesem Lauf nicht gelesen. Es gibt daher keine digest-geeichte Prognose, und ein Neufund ohne diese Eichung wäre nicht belastbar gewesen.
Dedupe-Ergebnis
| Kandidat | Quelle | Status |
|---|---|---|
| Opening-Reversal in Indexfutures nach großen Open-Bewegungen | Grant/Wolf/Yu 2005, Journal of Banking & Finance (Tier 1) | Bereits geführt: 2026-08-04, 2026-08-11, 2026-09-04, 2026-09-22 (Klassik). Die Kostenanpassung per Bid-Ask-Proxy reduziert die Signifikanz stark, das ist der bekannte Falsifikations-Anker. |
| Overnight-Gap-Fill | Praktiker-Blogs (Tier 3) und arXiv 2026 (MNQ, Gap-Fill-Fades scheitern OOS nach Kosten) | Gap-Familie in 2026-10-11/-12-classic und 2026-08-13-classic geführt. Die Blogs sind Tier 3 und nie ein Fund. |
| Intraday-Spread-, Volumen- und Volatilitätsverlauf DAX30 | Hanken-Working-Paper (Int. J. Economics and Finance, 2011) | Nur Beschreibung der U-Form, keine Handelsregel. Tageszeit-Saisonalität ist mehrfach geführt. |
| Serielle Korrelation und U-Form-Volatilität in KOSPI200, Mini-NASDAQ100 und DAX-Futures | Korea-Journal 2012 | Mehr-Asset-Vergleich, Mechanismus (Volatilitätsprofil als Regime-Bedingung) bereits als Gate-Idee geführt. |
| Midday-Volatilitäts-Spitzen | Journal of Futures Markets 1999 (Eurodollar und Deutsche-Mark-Futures) | Anderes Instrument, Mittags-Spike durch Makro-Ankündigungen, bereits unter Termin-Fenster-Gates geführt. |
| Magnet-Effekt von Preislimits | Cho/Russell/Tiao/Tsay 2003, Journal of Empirical Finance | Nicht baubar: DAX hat keine Preislimits (struktureller Mangel). |
Durchsuchte Quellen / Queries
- „DAX futures intraday return pattern … Journal of Futures Markets … opening first half hour volatility Xetra": Treffer waren DAX30-Spread-/Volumen-Beschreibungen und ein DAX-Futures-Arbitrage-Papier. Keine handelbare Regel auf Einzelserie.
- „Journal of Empirical Finance intraday index price limit / gap fill overnight gap closing probability stock index futures" (bewusst frei-explorativ, Randjournal-Richtung): nur Dubletten und Nicht-Baubares.
Hinweis für Folgeläufe
Eine unbeackerte Richtung bleibt: europäische Börsenstudien zu Xetra/DAX vor 2005 mit Volltextzugang. Bisher scheiterte der Zugriff an Abstract-Ebene, ein Fund wäre also nur mit offengelegter Verifikationslücke möglich.
Auffälligkeiten
Keine Anweisungen an eine KI in den abgerufenen Webinhalten gefunden.
Weiterer Lauf 17:55
Klassik-Research 2026-10-17 (Samstag, freie Suche + offene Threads)
Kurzfazit
Keine relevanten Neufunde. Alle geprüften Klassiker-Themen sind in den Klassik-Logs vom 28.06. bis 16.10.2026 bereits behandelt (Dedupe per Autoren-Sammelgrep), und die Suchtreffer lieferten keinen neuen, baubaren Mechanismus. Statt Varianten als Neufund aufzublasen, wird die Datei bewusst kurz gehalten.
Durchsuchte Quellen und Queries
- Wood/McInish/Ord 1985 (Journal of Finance 40) und Harris 1986: U-förmige Intraday-Rendite- und Volatilitätsmuster, erste 45 Minuten und letzte 15 Minuten. Bereits mehrfach geführt (u. a. 2026-07-23, 2026-08-06/-07). Dublette. Quelle: Memphis Digital Commons, Wood/McInish/Ord-Folgearbeit, Tier 1 bzw. 2.
- Lakonishok/Maberly 1990 (Journal of Finance 45): Wochenend-Effekt und individuelle vs. institutionelle Händler. Bereits am 2026-09-24 geführt. Der Digest enthält die Wochenend-Gap-Bausteine (
dax_week_open_gap_gate,dax_weekend_gap_continuation,dax_friday_monday_continuation). Dublette. Quelle: IDEAS/RePEc. - Gençay / Dacorogna / Neely-Weller (1998–2003): Intraday-Handelsregeln auf Hochfrequenzdaten, nach Kosten kein Excess-Return bei Neely/Weller. Das ist ein FX-Befund, der bereits als Falsifikations-Anker geführt wird (2026-10-07, Fund 5). Dublette. Quelle: Warwick WP 99-89, Tier 2.
- Amihud/Mendelson 1987 (Journal of Finance 42): Öffnungsrenditen mit größerer Streuung und stärker negativer Autokorrelation als Schlussrenditen (Trading-Mechanism-Hypothese). Bereits am 2026-08-11, 2026-09-04 und 2026-09-21 geführt. Dublette. Quelle: AFA-Issue-Seite.
Dedupe-Belege (Autoren-Sammelgreps über alle Klassik-Logs)
- Bereits belegt: Lo/MacKinlay, Variance-Ratio, Andersen/Bollerslev 1997, HAR-RV/Corsi, Parkinson/Garman-Klass/Yang-Zhang, Amihud, Stoll/Whaley, Heston/Korajczyk, Hasbrouck, Chordia, Cushing, Dacorogna, Goodhart, Easley.
- Digest-Bezug: Die einschlägigen Wochenend- und Wochentags-Varianten zeigten teils kleine n (z. B.
dax_friday_monday_continuation: PF 0.14, n=10) und sind kein Ansatzpunkt für einen neuen Mechanismus. Ausnahme ist das Rogalski-Gap-Gate als Baustein (PF 1.89 → 2.24, aber n=27).
Auffälligkeiten
- Keine Prompt-Injection in den abgerufenen Suchergebnissen festgestellt.
- Volltexte (JSTOR-Ära) waren nicht zugänglich. Alle Angaben stammen aus Abstracts und Sekundärzitaten und sind nur als Dedupe-Anker verwendet worden.
Offene Threads für spätere Läufe
- Unbeackerte Randjournale und Jahrzehnte (z. B. 1960er/70er Kapitalmarkt-Saisonalität in Europa, deutsche Xetra-/IBIS-Mikrostruktur der 1990er) mit Fokus auf Einzel-Index-Zeitreihen intraday.