Versuchsdossier · alle Versuche im Kandidatenvergleich
Value-Area-Breakout-Continuation mit zeitbasiertem Exit-Stack (Howard, E-mini S&P 500)
Robustheits-Score 17.2/100 · AnekdoteWer zahlt und warum?
Für diesen Bau ist keine Mechanik vor dem Test registriert. Er stammt aus der Zeit vor dem Hypothesenregister (03.09.2026) oder kam ohne Vorhersage aus.
Prüfliste nach Arnott, Harvey und Markowitz
Sieben Fragen aus „A Backtesting Protocol in the Era of Machine Learning“ (2019). Die Einstufung folgt festen Regeln aus den Feldern dieses Bauergebnisses.
| Punkt | Einstufung | Beleg |
|---|---|---|
| MotivationGab es vor dem Test eine ökonomische Begründung? | Nein | Bau ohne registrierte Vorhersage. |
| MehrfachtestsSind alle Versuche gezählt und wird dafür korrigiert? | Nein | Keine Registrierung im Trial Ledger nachgewiesen. |
| Daten und KostenSind Datenfenster, Datenstand und Kosten festgehalten? | Nein | Kein Run-Manifest. |
| Prüfung außerhalb der StichprobeWurde auf Daten geprüft, die beim Bau nicht bekannt waren? | Nein | Nur in-sample. Das Ergebnis dieses Baus ist kein Nachweis. |
| Stabilität über die ZeitHängt das Ergebnis an einem einzelnen Zeitraum? | Ja | Kein einzelner Monat trägt das Ergebnis (4 Monate); Aufteilung nach Marktphasen vorhanden. |
| KomplexitätIst die Regel sparsam genug für die Datenmenge? | Teilweise | 3 echte Varianten, 4 variierte Parameter (no_progress_bars, no_progress_min_pts, trail_distance_pts, trail_trigger_pts). Regel: höchstens 2 variierte Parameter und 3 Varianten. |
| ForschungskulturWird auch das Scheitern veröffentlicht? | Ja | Jeder Bau erscheint unabhängig vom Ergebnis, dieses Dossier eingeschlossen. |
Hypothese & Vorregistrierung
Rationale: Howard (SSRN 6350238, 2026) untersucht Value-Area-Breakout-Continuation auf E-mini-S&P-500-Futures und zeigt: preisbasierte Fix-Stops sind auf allen 12 getesteten Distanzen signalwertvernichtend, ein zeitbasierter Exit-Stack (No-Progress-Timeout + BE-Tightening + Trailing) schlaegt die Baseline in 11/13 Monaten. Kernhypothese: Auf DAX-1m bringt der Wechsel von Anker-/Preis-Exits zu einem rein zeitbasierten Exit-Stack mehr Signalwert. Challenger gegen die Incumbents dax_atr_band_trend und dax_noise_area_breakout (gleiche Familie Intraday-Breakout-Continuation), aber zwei substanziell andere Bausteine: Vortags-Value-Area als Breakout-Anker statt Session-Open-Band, und der zeitbasierte Exit-Stack statt VWAP-/Anker-Retrace.
Abweichungen von der Quelle: Instrument E-mini S&P 500 Futures (1s) -> IG CFD GER40, 1m-Bars, reale Spreads. Value Area der Quelle aus Volumenprofil/Market-Profile -> volumenfreie Approximation aus der Vortags-Session-Spanne (IG liefert kein echtes Volumen): zentraler va_range_frac-Anteil (klassisch 0.70), zentriert auf die Vortags-Session-Mitte. Continuation-Bestätigung der Quelle -> Momentum-Bar (Schlusskurs im oberen/unteren breakout_close_frac der Spanne) plus neues Session-Extremum. Exit-Stack (Trailing + BE-Tightening + No-Progress-Timeout) 1:1 als zeitbasierter Stack übernommen; konkrete Schwellen im Abstract nicht beziffert -> literatur-plausible Defaults, als optimierbare Achsen deklariert. Zusätzlich weiter catastrophe-SL (IG-Pflicht, min 10 Pt) als Backstop, kein primaerer Exit. Session 09:00-17:30 Berlin statt US-Cash-Session; Hard-Cut 20:00.
Quelle: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=6350238
Vorregistriertes Optimizer-Grid (festgelegt VOR dem ersten Backtest — Anti-Overfitting)
- no_progress_bars: 12 / 20 / 30
- trail_distance_pts: 15 / 20 / 30
- va_range_frac: 0.6 / 0.7
Zentraler Befund der Quelle ist die Dominanz der Exit-Methodik. Das Grid variiert die beiden zeitbasierten Exit-Achsen, die die Quelle explizit validiert — Horizont des No-Progress-Timeouts und Trailing-Distanz — plus eine moderate Value-Area-Breitensensitivität um die klassische 70%-Definition. Alle Werte literaturnah, kein exotisches Mining. 3 x 3 x 2 = 18 Kombinationen (<= 24).
Backtest-Trials (mit Slippage 0.5 Pkt)
| Trial | n | WR | PF | PnL (Pkt) | Max DD | PF o. Slip |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Baseline (Quellen-Default: klassische 70%-Value-Area, voller Zeit-Exit-Stack) | 26 | 38,5% | 0,46 | -287 | 517 | 0,50 |
| Straffer No-Progress-Timeout (Quelle: Timeout als Kern-Exit-Komponente)no_progress_bars=12, no_progress_min_pts=10 | 26 | 30,8% | 0,41 | -291 | 522 | — |
| Engerer zeitbasierter Trailing-Stoptrail_trigger_pts=18, trail_distance_pts=15 | 26 | 53,9% | 0,50 | -262 | 506 | — |
Robustheit (bestes Trial)
PF-90%-Bereich über Handelstage
—
Kein Tagesintervall gespeichert. Einzeltrade-Intervall (zu eng, nur zum Vergleich): 0.19 – 1.28
Top-3-Trades am Gewinn
61%
PF bei +1.0 Pkt Slippage
0.43
| Regime | n | PF | PnL |
|---|---|---|---|
| volatile_day | 2 | 99 | +40 |
| trend_up_day | 5 | 1.17 | +15 |
| range_day | 19 | 0.28 | -317 |
Test-Timeline
Jeder weitere Test dieses Builds (Optimizer-Sweep, Forward-Monat, Re-Run) erscheint hier automatisch.
2026-06-13
Build + Backtest (Auto-Build-Agent)
Der Test fand keinen Vorteil gegenüber Zufall und Kosten. Ausgeschlossen ist ein Vorteil damit nicht: Bei der vorhandenen Stichprobe blieben kleine Vorteile unentdeckt (Power-Hinweis im Dossier).
2026-07-03
Re-Run nach Warmup-Fix (BT jetzt live-treu ab 08:00)
Ergebnis oben ist der Post-Fix-Stand; Pre-Fix-Werte im Archiv.