Versuchsdossier · alle Versuche im Kandidatenvergleich

DAX Donchian/Channel-Breakout (Lukac/Brorsen/Irwin 1988)

Robustheits-Score 40/100 · Anekdote
Kein Edge nachgewiesen2026-06-30TrendTier 1dax_donchian_channel_breakout🔒 Export (Admin)

Wer zahlt und warum?

Für diesen Bau ist keine Mechanik vor dem Test registriert. Er stammt aus der Zeit vor dem Hypothesenregister (03.09.2026) oder kam ohne Vorhersage aus.

Prüfliste nach Arnott, Harvey und Markowitz

Sieben Fragen aus „A Backtesting Protocol in the Era of Machine Learning“ (2019). Die Einstufung folgt festen Regeln aus den Feldern dieses Bauergebnisses.

Prüfliste mit Einstufung und Beleg
PunktEinstufungBeleg
MotivationGab es vor dem Test eine ökonomische Begründung?NeinBau ohne registrierte Vorhersage.
MehrfachtestsSind alle Versuche gezählt und wird dafür korrigiert?NeinKeine Registrierung im Trial Ledger nachgewiesen.
Daten und KostenSind Datenfenster, Datenstand und Kosten festgehalten?NeinKein Run-Manifest.
Prüfung außerhalb der StichprobeWurde auf Daten geprüft, die beim Bau nicht bekannt waren?NeinNur in-sample. Das Ergebnis dieses Baus ist kein Nachweis.
Stabilität über die ZeitHängt das Ergebnis an einem einzelnen Zeitraum?JaKein einzelner Monat trägt das Ergebnis (4 Monate); Aufteilung nach Marktphasen vorhanden.
KomplexitätIst die Regel sparsam genug für die Datenmenge?Teilweise3 echte Varianten, 3 variierte Parameter (breakout_buffer_atr, channel_period, exit_channel_period). Regel: höchstens 2 variierte Parameter und 3 Varianten.
ForschungskulturWird auch das Scheitern veröffentlicht?JaJeder Bau erscheint unabhängig vom Ergebnis, dieses Dossier eingeschlossen.

Hypothese & Vorregistrierung

Rationale: Klassik-Track 06-29 Fund 3: Channel-/Donchian-Breakout (Lukac/Brorsen/Irwin 1988, Applied Economics, Tier 1) war einer der wenigen Trendfolge-Klassiker mit SIGNIFIKANT POSITIVEM Netto-OOS-Ergebnis (4/12 Systeme netto signifikant nach Kosten+Risiko) — eine seltene positive Tier-1-Evidenz. Kernhypothese: Der Bruch eines rollenden N-Bar-Intraday-Extrems signalisiert Liquiditaetsabsorption am Range-Rand und einen gerichteten Fortsetzungs-Move (Disequilibrium/Trendfolge). Reiner preisbasierter Breakout ohne Indikator-Lag — substanziell anderes Regelwerk als die etablierte Trend-Familie hull_suite (HMA-Crossover, Challenger-Antritt) und ohne Overlap mit den bestehenden Breakout-Kandidaten dax_opening_range_breakout (fixes Eroeffnungsfenster) und dax_volatility_breakout (Vola-Band) — der Donchian-Kanal wandert als rollendes Extrem ueber die ganze Session mit.

Abweichungen von der Quelle: Quelle: 12 US-Futures-Maerkte (Agrar/Rohstoffe + GBP/DM/T-Bills), Tagesdaten 1978-1984, Portfolio-Simulation, Stop-and-Reverse mit Overnight-Carry. Hier: EINE DAX-Index-1m-Zeitreihe, INTRADAY-Donchian session-intern ab 09:00 (kein Overnight-Bezug, vermeidet Gap-Kontamination), Hard-Cut 20:00 statt Carry. Kern-Mechanik (N-Bar-High/Low-Breakout, Donchian-Trailing-Exit ueber kuerzeren Gegenkanal, Stop-and-Reverse-Geist) 1:1; Stop-and-Reverse wegen Single-Position-Garantie als Exit (SIGNAL_REVERSAL) + Re-Entry am Folgebar. Ergaenzt: ATR-skalierter Bestaetigungspuffer gegen 1m-Mikro-False-Breaks (breakout_buffer_atr=0 = reiner Lukac-Breakout); Katastrophen-ATR-Stop statt fixem Risk-Budget. Decay-Hypothese (Park/Irwin: Breakout-Profitabilitaet US-Futures post-1990 weitgehend verschwunden) wird vom DAX-Backtest empirisch geprueft.

Quelle: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/fut.3990080102

Vorregistriertes Optimizer-Grid (festgelegt VOR dem ersten Backtest — Anti-Overfitting)

  • channel_period: 30 / 60 / 120
  • exit_channel_period: 10 / 20 / 40
  • sl_atr_mult: 2 / 3

channel_period spannt kurzen (30=~halbe Stunde), mittleren (60=1h, Default) und langen (120=2h) rollenden Donchian-Kanal auf — die klassische Donchian-Literatur verwendet keine fixe N, sondern testet ein Spektrum; diese drei decken intraday plausible Trend-Horizonte ab. exit_channel_period (10/20/40) haelt den Trailing-Exit-Kanal stets kuerzer als den Entry-Kanal (sauberes Donchian-Trailing) und steuert die Exit-Aggressivitaet. sl_atr_mult (2.0/3.0) prueft den Katastrophen-Backstop als Plateau-Region (vgl. atr-trailing-stop-plateau-robustness) statt Punktoptimierung — Trendfolge braucht weite Stops, beide Werte liegen im trendtypischen Bereich. 3x3x2 = 18 Kombinationen (<= 24), alle Parameter is_optimizable und innerhalb MANIFEST-min/max.

Backtest-Trials (mit Slippage 0.5 Pkt)

TrialnWRPFPnL (Pkt)Max DDPF o. Slip
Baseline (Quellen-Default)22623,5%0,66-1.5662.7070,70
Reiner Lukac-Breakout (kein ATR-Puffer)breakout_buffer_atr=022822,8%0,55-2.0722.817—
Kurzer Donchian-Kanal (schnellere Reaktion)channel_period=30, exit_channel_period=1022828,1%0,60-1.5102.154—

Robustheit (bestes Trial)

PF-90%-Bereich über Handelstage

—

Kein Tagesintervall gespeichert. Einzeltrade-Intervall (zu eng, nur zum Vergleich): 0.42 – 0.94

Top-3-Trades am Gewinn

27%

PF bei +1.0 Pkt Slippage

0.59

2026-03: -3442026-04: -4042026-05: -3002026-06: -518
RegimenPFPnL
mixed_day180.56-167
trend_down_day80.13-170
trend_up_day290.47-379
range_day1710.74-851

Test-Timeline

Jeder weitere Test dieses Builds (Optimizer-Sweep, Forward-Monat, Re-Run) erscheint hier automatisch.

  1. 2026-06-30

    Build + Backtest (Auto-Build-Agent)

    Der Test fand keinen Vorteil gegenüber Zufall und Kosten. Ausgeschlossen ist ein Vorteil damit nicht: Bei der vorhandenen Stichprobe blieben kleine Vorteile unentdeckt (Power-Hinweis im Dossier).

  2. 2026-07-03

    Re-Run nach Warmup-Fix (BT jetzt live-treu ab 08:00)

    Ergebnis oben ist der Post-Fix-Stand; Pre-Fix-Werte im Archiv.