Datenstand: 19.10.2026, 12:58 Uhr · Quelle: Forschungslog der Literatur-Agenten · Seite erzeugt: 19.10.2026, 13:32 Uhr (Europe/Berlin).

Hypothesen & Quellen

Dokumentierte Funde aus Literatur, klassischen Strategien, Empirie und Signal-Mining. Die Berichte enthalten Quellen, mögliche Verzerrungen und eine Einschätzung der Umsetzbarkeit. Eine Hypothese ist noch kein bestätigtes Ergebnis; die zugehörigen Versuche stehen unter Experimente.

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Die Berichte schreiben Agenten in ihrer Arbeitssprache. Begriffe wie Carrier (Trägerstrategie), Verdict (Urteil) oder E0-Schatten erklärt die Lesehilfe.

Archivansicht: historische Aussagen beziehen sich auf den jeweiligen Berichtszeitpunkt.

Literatur-Research 2026-10-19 (Montag: Breakout-Familien)

Kurzfazit

Keine relevanten Neufunde. Die Suchen zu Breakout-Familien lieferten nur bereits geführte Quellen (arXiv 2605.04004, 2605.17724, 2602.10785) sowie Vendor-Indikatorseiten (ausgeschlossen bzw. Tier 3). Die ORB-Familie ist im Digest dicht belegt (62 Trials / 6 Builds plus mehrere Baustein-Tests), so dass ohne neuen Mechanismus-Twist kein Neufund entsteht.

Geprüfte Treffer (alle Dubletten oder nicht baubar)

  • Mesfin, "Structural Limits of OHLCV-Based Intraday Momentum Signals in MNQ Futures" (arXiv 2605.04004, Mai 2026, Tier 1): bereits in mehreren Logs geführt (u. a. 2026-08-10, 2026-10-12-classic). Kritisch gelesen: 947 Tage 5m-MNQ, 14 Signalfamilien, Walk-Forward, 2,0-Punkte-Friktion. ORB long: T = 0,88, instabil über die Jahre. Elf Familien scheitern, weil der Brutto-Move (0,07–1,50 Pkt) unter dem Kostenboden liegt. Der Wert liegt als Negativbefund und als Methodik-Vorlage (fünf Kriterien, Positivkontrollen) vor. Der Befund stützt unsere empirische Lage: ORB trägt nur mit Gate/Zeitbestätigung, nicht pur. Kein Neufund, nicht baubar als eigene Strategie.
  • Sequential Structure in Intraday Futures Data: LSTM vs Gradient Boosting on MNQ (arXiv 2605.17724): bereits geführt. OOS-Accuracy 50,00 % entspricht dem Münzwurf, also Nullbefund. Kein Neufund.
  • arXiv 2602.10785 (Walk-Forward-Fensterlängen, Bitcoin): bereits geführt, Methodik, kein DAX-Bezug.
  • Backtests, Not Signals (Substack), ORB auf MNQ: bereits geführt (Tier 2). Nichts Neues zur Mechanik.
  • Harju/Hussain (US-Makro-Überraschungen und europäische Intraday-Renditen), Gwilym et al. 1998, Cheung et al. 2002: Bekannte Literatur zur Volatilitätsreaktion um 14:30 MEZ (Tier 1). Sie liefert Volatilität, aber keine Richtungsvorhersage. Ein Event-Zeit-Filter wäre allenfalls ein Regime-Baustein. Ein Richtungs-Edge wird nicht belegt, daher kein Fund.
  • DAX-Wochenend-Gap-Studie 2013–2023 (5m, 406 DAX-Gaps, journals.pan.pl): Richtungsmuster nur bei mittleren bis großen Gaps, bei kurzen Distanzen kein robuster Bias. Schwache Evidenz für den DAX, kleines n pro Gap-Klasse, Multiple-Testing-Risiko. Gap-Varianten sind im Log bereits mehrfach behandelt, nur Einzeiler.
  • Vendor-Seiten (LuxAlgo, TradingView, cTrader, daytradingtoolkit): Tier 3 bzw. Marketing, ignoriert.

Einordnung gegen das empirische Gedächtnis

  • ORB (pur): Ø PF 0,93 über 5 Builds. Nur zeitbestätigte Varianten (dax_acd_timed_breakout 1,30, dax_timely_orb 1,23) tragen.
  • Regime-Gates auf ORB: Ø PF 1,88 (dax_orb_vola_state_gate 3,28 mit kleinem n, dax_acd_dow_structure_gate 1,26 verbessert). Der Daily-SMA-Filter plus Ein-Verlust-Sperre (2026-10-13) brachte keinen Mehrwert (PF 1,10 → 0,93). Anker-Placebo und VaR-Sprung-Exit brachten ebenfalls keinen Mehrwert.
  • Prognose: Weitere Entry-Varianten der ORB-Familie dürften im DAX-Backtest keinen Mehrwert zeigen, da Mesfin den Brutto-Edge unter dem Kostenboden findet und unsere Digest-Daten dasselbe zeigen. Nur Gates mit begründbarem Volatilitätszustand haben Ansatzpunkte, und diese sind bereits getestet.

Durchsuchte Queries

  1. "opening range breakout intraday index futures arXiv 2026" (Tagesfokus)
  2. "intraday range expansion breakout volatility compression index futures paper SSRN 2026" (Tagesfokus, nur Vendor-Treffer)
  3. "DAX intraday overnight gap opening range predictability study" (frei)
  4. "arXiv q-fin 2026 intraday stop-loss exit trailing breakout index futures walk-forward out-of-sample" (frei)
  5. "intraday seasonality European index futures half-hour return predictability US macro announcement 14:30 CET Eurostoxx DAX" (frei-explorativ, gegen die ORB-Erfahrungslage)

Einzeiler-Liste

  • Inside-Day/NR-Kompression (Crabel): nur Praktikerartikel (Tier 3), im Digest als dax_orb_nr_contraction_gate PF 0,47 bereits gescheitert.
  • Event-Zeit-Volatilitätsfenster 14:30 MEZ (Harju/Hussain): möglicher Regime-Filter, bisher ohne Richtungsbeleg, Idee für spätere Baustein-Suche.

Auffälligkeiten

Keine Instruktionen in Fremdtexten erkannt.

Weiterer Lauf 00:57

Literatur-Research 2026-10-19 (Montag, Fokus: Breakout-Familien)

Kurzfazit

Keine relevanten Neufunde. Der Tagesfokus Breakout lieferte nur eine neue Replikationsstudie (MQL5-Blog, 25.09.2026) zur Zarattini/Aziz-ORB, die auf Daten von 2015 bis 2026 inklusive DAX-CFD zeigt: brutto +0,12 R, netto −0,04 R. Das ist keine neue Strategie, aber eine nützliche Gegenprobe für die Backtest-Prognose der vielen ORB-Varianten im Digest. Alle anderen Treffer waren bereits geloggt oder nicht auf eine einzelne DAX-Zeitreihe im Fenster 09:00–20:00 übertragbar.

Geprüfte Treffer (kein Neufund)

1. ORB-Replikation auf fünf Indizes inkl. DAX (Krueger, MQL5-Statistics-Blog, 25.09.2026)

  • Quelle: https://www.mql5.com/en/blogs/post/776235 — Tier 2 (Blog mit offengelegter Methodik, nicht peer-reviewed; Replikation von Zarattini/Aziz, SSRN 4416622, in unseren Logs bereits vielfach geführt).
  • Inhalt: Unveränderte Regel (Richtung der ersten 5-Min-Kerze, Stop an der Gegenseite, Ziel 10R oder Sessionende) auf Cash-CFDs für NQ, SPX, Dow, DAX und FTSE, 01/2015–06/2026, ca. 2.900 Sessions je Markt, keine Parametersuche. Spread und Slippage wurden pro Trade modelliert (DAX 2,5 Pkt).
  • DAX-Zahlen laut Quelle: brutto +0,116 R (t = 2,4), netto −0,038 R (t = −0,8). Gegen eine Zufallsrichtung mit gleichem Stop: +0,128 R (t = 2,5), der größte Abstand der fünf Märkte. Hitrate rund 21 %, 10R-Ziel nur in 3,7 % der Fälle erreicht. Kein Markt ist netto signifikant von null verschieden, vier von fünf sind netto negativ.
  • Kritische Würdigung:
    • Glaubwürdigkeit: Die Stichprobe ist groß, die Methodik transparent, und die Replikation reproduziert die NQ-Zahl des Originals. Das stärkt die Aussage, dass das Original ohne Spread/Slippage und ohne Out-of-Sample gerechnet war. Schwächen: Einzelautor, CFD-Kosten als Pauschale, die Mindestrisiko-Regel (Risiko ≥ 2× Roundtrip-Kosten) filtert Trades und verändert das Sample. Zudem fehlt jede Tageszeit- oder Regimeanalyse, nur der Befund „2015–2017 negativ in allen Märkten“ liegt vor.
    • Mechanismus: Die erste Kerze trägt etwas Richtungsinformation (Order-Flow-Ungleichgewicht beim Open, Informationsverarbeitung). Das ist plausibel, aber klein: etwa 0,1 R, ungefähr die Kosten eines 2,5-Punkte-Roundtrips bei 25 Punkten Stop.
    • Übertragbarkeit: Die Replikation läuft direkt auf DAX-CFD-Daten und ist damit die übertragbarste Evidenz im ganzen Lauf.
    • Bias: Multiple Testing entfällt (keine Optimierung). Das Hauptrisiko ist die Kostenannahme: Läge der reale Spread-Mittelwert unter 2,5 Pkt, wäre das Ergebnis weniger negativ. Bei max. 3,5 Pkt Spread liegen wir eher darüber.
  • Prognose für den DAX-Backtest: Jede ORB-Variante ohne neuen Selektionsmechanismus (Filter, Tageszeit, Vola-Zustand) landet netto bei null oder leicht negativ. Der Brutto-Edge von etwa 0,1 R gegen Zufall ist real, wird aber von den Kosten aufgezehrt. Baustein-Funde, die Trades auswählen (nicht nur Stops umbauen), haben eher Aussicht als neue ORB-Rezepte.
  • Urteil: Nützliche Kalibrierung, aber kein Neufund (Dublette der ORB-Familie).
  • baubar: nein (als eigene Strategie). Verwertbar nur als Referenzwert für die Prognosen und als Zufallsrichtungs-Placebo-Idee (Regel minus Zufallsrichtung mit identischem Stop), die der Auto-Build bei ORB-Kandidaten als Kontrolle mitrechnen könnte.

2. Overnight-Drift verschwindet (Boyarchenko/Larsen/Whelan, NY Fed Liberty Street Economics, 01.07.2026)

  • Quelle: https://libertystreeteconomics.newyorkfed.org/2026/07/the-disappearing-overnight-drift/ — Tier 1/2 (Notenbank-Blog zu einem RFS-Paper von 2023).
  • Inhalt: Das Fenster 02:00–03:00 ET in S&P-E-mini-Futures (ca. 3,7 % p. a. bis 2020) ist seit 2021 flach. Als Haupttreiber nennen die Autoren die gesunkene Streuung der Closing-Order-Imbalances (Std. des relativen signierten Volumens von 6,5 % auf 2,9 %).
  • Einordnung: Der Effekt liegt außerhalb der DAX-Session und braucht Imbalance-Daten, die wir nicht haben. Er ist als Decay-Beleg interessant (Mechanismus verschwindet, wenn Liquiditätsanbieter algorithmisch werden), nicht als Bauvorlage. Nicht als Fund geführt.
  • baubar: nein (Overnight-Fenster, keine Imbalance-Daten).

Einordnung gegen das empirische Gedächtnis

Der Digest enthält bereits eine lange Reihe ORB-/Breakout-Varianten (ACD Time-Confirmed, Timely ORB, Sigma-Adaptive, Open-Channel, PDH/PDL, Day-Range-Position, Stretch-Breakout) und mehrere Filter-Bausteine darauf (Vola-Zustand, Activity-Gate, NR-Kontraktion, Anker-Verschiebung). Die Replikation passt zum dort sichtbaren Muster: Roh-Breakouts tragen brutto kaum, Selektion ist der einzige Hebel.

Durchsuchte Queries

  1. „opening range breakout intraday index futures arXiv 2026 volatility-scaled range expansion“ (Fokus Breakout) → arXiv 2605.04004 (Mesfin, MNQ-Falsifikationsstudie, schon in vielen Logs), Retail-Indikatorseiten (ignoriert).
  2. „range expansion breakout stop-run intraday equity index new paper 2026 … DAX OR Euro Stoxx“ (Fokus Breakout) → MQL5-Replikation (siehe oben), Benzinga-DAX-ORB-Artikel (2025, ohne OOS, Tier 3), QuantConnect „ORB for Stocks in Play“ (bereits geloggt).
  3. „intraday index overnight gap fill auction closing order imbalance predictability 2026 SSRN“ (frei) → NY-Fed-Post (siehe oben), Fetzer „The Overnight Drift“ (Dublette), KAIST-Optionsflow-Studie (Tier 3/unklar, Optionsdaten nötig).
  4. „arXiv 2026 intraday seasonality European equity index futures half-hour return predictability …“ (frei, bewusst abseits des Fokus) → Gao/Han/Li/Zhou (First-/Last-Half-Hour-Momentum) und Heston/Korajczyk/Sadka (arXiv 1005.3535), beide Dubletten.

Einzeiler (kein Fund)

  • arXiv 2605.04004 (Mesfin): 14 OHLCV-Signalfamilien auf MNQ, keine besteht Walk-Forward nach Kosten; ORB-Long T = 0,88. Bereits mehrfach geloggt, deckt sich mit Punkt 1.
  • Gao/Han/Li/Zhou, First-Half-Hour → Last-Half-Hour: Dublette der Intraday-Momentum-Familie.
  • Heston/Korajczyk/Sadka (arXiv 1005.3535): Tageszeit-Kontinuation ist Querschnittseffekt auf Einzelaktien, nicht auf eine Indexzeitreihe übertragbar.
  • Backtestsnotsignals-Substack (März 2026, ORB auf MNQ mit IS/OOS): Tier 2 möglich, aber US-Futures und ORB-Variante; nicht vertieft.

Auffälligkeiten

Keine Anweisungen in Fremdtexten gefunden. Der Blog-Zugriff auf die MQL5-Seite lieferte nur Daten; die tabellarischen Zahlen oben stammen aus einer zusammenfassenden Abfrage des Seitentexts und sind nicht gegen das Original geprüft.

Weiterer Lauf 06:57

Research-Log 2026-10-19 (Montag, Literatur-Track, Fokus Breakout-Familien)

Kurzfazit

Keine relevanten Neufunde. Die vier Suchen (ORB/arXiv, Range-Kompression/SSRN, Exit-Regeln Intraday-Futures, DAX-Intraday-Momentum) lieferten nur Indikator- und Marketingseiten (Tier 3 bzw. ausgeschlossen) oder Quellen, die schon im Log stehen. Der Digest zeigt für Breakouts keinen Spielraum für eine weitere Entry-Variante: ORB Ø PF 0,93 über 5 Builds, Volatility Breakout Ø PF 0,98 über 16 Builds. Nennenswert sind dort nur Regime-Gates und Exit-Bausteine, und für diese gab es heute keine Quelle mit offengelegter Methodik.

Durchsuchte Quellen / Queries

  • „opening range breakout index futures intraday arXiv 2026": nur LuxAlgo- und cTrader-Indikatorseiten (Tier 3, ausgeschlossen). Kein arXiv-Treffer.
  • „intraday range expansion breakout volatility compression … SSRN 2026 out-of-sample": TradingView-Skripte, LuxAlgo, Bookmap-Blog (März 2026) ohne Backtest-Zahlen. Tier 3, ignoriert.
  • „arxiv q-fin.TR intraday index futures stop-loss exit rule …" (frei-explorativ, Exit-Fokus):
    • Howard, SSRN 6350238 (Tier 1, März 2026): Stop-Distanz und Exit-Methodik bei Value-Area-Breakouts auf E-mini S&P 500, 6.284 Events, 13 Monate Sekundendaten. Schon am 2026-09-18 geführt. Der SSRN-Abruf liefert 403, daher keine neue Prüfung. Kein Neufund.
    • arXiv 1411.5062 (2014, theoretisch): zu alt, kein Intraday-Bezug.
  • „DAX intraday 15-minute return predictability first half-hour last half-hour …": nur Gao/Han/Li/Zhou (2018) und Folgearbeiten (Heston et al., Bouri et al.). Bekannt, Digest führt die Momentum-/Time-of-Day-Familie mit 8 Builds. Kein DAX-spezifisches Paper aus 2026.

Kritische Einordnung

  • Das Bouri-Ergebnis (Verschwinden der Vorhersagekraft der ersten Halbstunde nach Einführung von Nachthandel) ist ein Hinweis, dass der Effekt von der Marktstruktur abhängt. Der DAX-CFD hat Vor- und Nachbörse, deshalb ist die Übertragbarkeit offen. Es ist kein neuer baubarer Fund, die Digest-Ergebnisse (dax_settlement_momentum 0,46, dax_continuous_momentum 0,73) deuten schon auf eine schwache Übertragung hin.
  • Hypothese für den Auto-Build: Neue ORB-Entry-Varianten ohne Zustandsfilter bleiben bei PF ≲ 1,0, weil der Brutto-Edge kleiner ist als die Kosten (Mesfin: 0,07–1,50 Punkte Brutto gegen 2 Punkte Friktion). Positive Ausreißer im Digest (dax_orb_vola_state_gate 3,28) stammen von Gates mit kleiner Trade-Zahl. Sie sind deshalb eher Multiple-Testing-verdächtig als belegt.

Einzeiler

  • Howard SSRN 6350238: schon geführt (2026-09-18), nicht erneut bewertet.
  • LuxAlgo, cTrader, TradingView, Bookmap: Tier 3 bzw. Marketing, ignoriert.
  • Auffälligkeiten (Prompt-Injection in Quellen): keine.

Weiterer Lauf 12:58

Literatur-Research 2026-10-19 (Montag: Breakout-Familien)

Kurzfazit

Keine relevanten Neufunde. Die vier Suchen, darunter eine freie gegen die Erfahrungslage, lieferten nur Dubletten (zwei Mesfin-arXiv-Papers, bereits mehrfach geführt) und Tier-3-Material. Beide Mesfin-Papers sind jedoch als Falsifikationsanker für die Backtest-Prognose der Breakout-Familie weiterhin nützlich.

Geprüfte Treffer (alle Dubletten oder nicht baubar)

  1. Mesfin, „Structural Limits of OHLCV-Based Intraday Momentum Signals in MNQ Futures: A Systematic Falsification Study" (Tier 1, arXiv:2605.04004, 2026-05). Dedupe: u. a. 2026-08-24, 2026-09-19, 2026-10-01. Kein Neufund.
    • Kritische Einordnung: 14 Signalfamilien auf 5-Minuten-MNQ, 947 Tage (2021–2025), Walk-forward mit OOS 2023–2025. Keine besteht alle fünf Kriterien. Elf scheitern, weil der Brutto-Vorteil (0,07–1,50 Punkte) unter dem 2-Punkte-Friktionsboden liegt. ORB-Long: T = 0,88. Gap-Continuation-Short: brutto +16,53 Punkte, aber T = 1,46 und Jahresinstabilität.
    • Schwächen: nur ein Instrument (Nasdaq-Micro), ein Regime (2021–2025), die „positiven Kontrollen" (RTH Confluence T = 3,11, N = 196; London B T = 4,30, N = 247) sind selbst Multiple-Testing-anfällig. Die Kostenannahme ist im Abstract nicht aufgeschlüsselt.
    • DAX-Prognose: Ein einfacher ORB ohne Zusatzmechanismus dürfte am Spread (bis 3,5 Punkte) und an den Kosten scheitern. Das passt zu den schwachen ORB-/Squeeze-Ergebnissen im Digest. Eine Gap-Continuation könnte brutto tragen, ist aber stichprobenarm (Digest: dax_weekend_gap_continuation PF 0.16).
  2. Mesfin, Overnight-Gap/First-30-Minuten/Erst-Bar-Volumen-Klassifikator (Tier 1, arXiv:2605.11423). Dedupe: 2026-07-12, 2026-10-01.
    • Das Signal feuert nur an ca. 4,4 % der Tage (40 Tage in 5 Jahren). Etwa 77,6 % der markierten Tage fallen vom Tageshoch zurück, mittlerer Rückgabewert 11,73 Punkte. Alle acht Richtungskonfigurationen scheitern OOS, bestes T = 1,46, Jahreswechsel 2024 → 2025 +40,74 → −42,48 Punkte.
    • Urteil: wahrscheinlich Artefakt als handelbare Regel (N = 40, Jahresinstabilität). Als Situations-Filter („Extremtag → späte Reversion") allenfalls ein Gedankenanstoß, aber mit 10 Tagen pro Jahr statistisch nicht testbar.

Einzeiler-Liste

  • mql5-Blog „The opening-range breakout paper, replicated on five indices: gross reproduced, net zero" (https://www.mql5.com/en/blogs/post/776235, Tier 3, nicht baubar): Laut Autor reproduziert sich der Brutto-Edge (Daten 2015 bis Mitte 2026, CFD-Daten, darunter DAX), netto ist kein Markt von null unterscheidbar, vier von fünf sind negativ. Das stützt die Kostenhypothese. Ich konnte die Zahlen nicht prüfen (Einzelautor-Blog).
  • Ungerer Academy DAX-Breakout-Seiten, ProRealCode-Skripte: Marketing bzw. Foren-Material, ausgeschlossen bzw. Tier 3.
  • Barardehi/Bernhardt (2020, „trade time" statt Kalenderzeit) und Andersen/Bondarenko/Kyle/Obizhaeva (E-mini-Invarianz): Mikrostruktur-Kontext zur Tageszeit-Liquidität, kein Entry-Regel-Fund. Bei Bedarf als Idee für einen Volumen-Zeit-Filter (Baustein) in einem späteren Lauf zu prüfen.
  • Indonesien-Overnight-Momentum (Investment Management and Financial Innovations, 2026): Einzelaktien, Overnight-Halteperiode, nicht session-kompatibel, nicht baubar.

Durchsuchte Queries

  1. „opening range breakout intraday index futures arXiv 2026 volatility-scaled": nur Indikator-/Plattformseiten (LuxAlgo, cTrader, TradingView, Tier 3).
  2. „intraday momentum overnight gap range expansion index SSRN 2026 stop-loss trailing": beide Mesfin-Papers, Indonesien-Paper.
  3. „arXiv 2026 intraday breakout European index futures DAX Euro Stoxx transaction costs out-of-sample" (frei, gegen die Erfahrungslage): Vendor-Seiten, mql5-Replikation (Tier 3).
  4. „q-fin.TR 2026 intraday trading strategy time-of-day liquidity index futures": Mikrostruktur-Klassiker, keine neue Regel.

Auffälligkeiten: keine Fremdtext-Anweisungen in den Quellen bemerkt.